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Innenministerin stellt sich den Abgeordneten zu neuem Einwanderungs- und Asylgesetz sowie Reformen des CTA

Juli 8, 2026
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Innenministerin stellt sich den Abgeordneten zu neuem Einwanderungs- und Asylgesetz sowie Reformen des CTA
In einer zweistündigen Anhörung vor dem Innenausschuss heute (7. Juli 2026) verteidigte Innenministerin Shabana Mahmood das umfassende Einwanderungs- und Asylgesetz der Regierung und skizzierte die nächsten Schritte zur Reform des britischen Grenzregimes. Abgeordnete hakten bei Mahmood nach, wie der im Gesetz vorgeschlagene „gerechtere Weg zur Niederlassung“ praktisch umgesetzt werden soll, wann die umstrittene Visa-Bremse ausgelöst wird und welche Schutzmechanismen legitime Studierende und Fachkräfte absichern. Ein zentraler Streitpunkt war die Zukunft des Common Travel Area (CTA) mit Irland. Ausschussmitglieder aus Nordirland warnten, dass jede Abweichung zwischen ETA-Anforderungen und irischen Einreisebestimmungen eine „harte Grenze“ im Verborgenen wiederbeleben könnte. Mahmood versprach, dass eine gemeinsame technische Arbeitsgruppe von Großbritannien und Irland „in wenigen Wochen“ Leitlinien veröffentlichen wird, die klären, wann für Bewegungen innerhalb des CTA UK-ETAs erforderlich sind und wann nicht. Zudem bestätigte sie, dass Strafzahlungen für Beförderer auf Strecken, die vollständig innerhalb des CTA liegen, nicht angewendet werden. Mahmood kündigte außerdem an, dass nach der Sommerpause eine sekundäre Rechtsverordnung für einen neuen digitalen „Reisegenehmigungs“-Service für Statusinhaber vorgelegt wird, der eVisas ergänzen soll. Damit können langfristige Bewohner mit digitalem Status (EU Settlement Scheme, eVisa oder eBRP) in Echtzeit einen Boarding-Code für Fluggesellschaften generieren – eine lange kritisierte Lücke im Border-2025-Programm wird so geschlossen. Für Arbeitgeber deutete die Innenministerin an, dass der finale Bericht des Migration Advisory Committee zur Temporary Shortage List, der noch in diesem Monat erwartet wird, genutzt wird, um Gehaltsabschläge zu verschärfen. Mehrere Stellen im Gastgewerbe könnten bereits ab Oktober gestrichen werden. Unternehmen wurden aufgefordert, „höhere Gehaltsuntergrenzen einzuplanen“ und für Einsätze im vierten Quartal Vorsorge zu treffen. Obwohl heute keine neuen politischen Papiere veröffentlicht wurden, bot die Sitzung seltene Einblicke in den Zeitplan der begleitenden Verordnungen zum Gesetz. Multinationale Unternehmen mit Programmen für Graduierte und Trainees sollten beachten, dass Übergangsregelungen zur Niederlassung voraussichtlich im April 2027 in Kraft treten, während Pilotprojekte im Asylsystem für Januar 2027 geplant sind. Firmen wurden geraten, den Abschlussbericht des Ausschusses, der im September erwartet wird, genau zu verfolgen, da empfohlene Änderungen den Gesetzgebungszeitplan maßgeblich beeinflussen könnten.
Quelle: UK Parliament – Home Affairs Committee

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