
Der Schifffahrtskorridor am Roten Meer rückt erneut in den Fokus der österreichischen Konsularinformationen. Am 9. Juli 2026 aktualisierte das BMEIA seine Djibouti-Seite und betonte das Piraterierisiko für Schiffe, die östlich von Djibouti in Richtung somalischer Küste fahren. Die Warnung verweist Unternehmen auf das IMB Piracy Reporting Centre und empfiehlt, maritime Sicherheitsklauseln in Logistikverträge aufzunehmen. Djibouti ist ein wichtiger Umschlagplatz für österreichische Ingenieurbüros, die am Infrastrukturaufbau in Äthiopien beteiligt sind, sowie für EU-finanzierte humanitäre Logistik. Projektladungen passieren häufig den Golf von Aden, bevor sie per Lkw nach Addis Abeba transportiert werden. Die neue Empfehlung rät Charterern, Krieg-Risiko-bewertete Schiffe mit bewaffneten Bordwachen zu nutzen und bei Personaltransfers zu Offshore-Plattformen zertifizierte Sicherheitsbegleitungen einzusetzen. Österreichische Versicherer haben bereits Prämien für Projektladungen sowie Entführungs- und Lösegeldversicherungen angepasst. Mobilitätsmanager sollten die ISPS-Code-Konformität ihrer Lieferanten überprüfen und sicherstellen, dass Seeleute über Schengen-Mehrfacheinreisevisa für mögliche medizinische Evakuierungen nach Europa verfügen. Obwohl die Luftverbindungen über Addis Abeba und Nairobi stabil bleiben, betont das Außenministerium, dass regionale Konflikte sich schnell ausweiten können. Unternehmen mit Expatriates in Djibouti-Stadt sollten Evakuierungsübungen durchführen und einen 72-Stunden-Evakuierungsplan bereithalten.
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