
Taifun Bavi – der bisher stärkste Sturm, der in diesem Jahr auf das chinesische Festland getroffen ist – legte am späten 11. Juli in Yuhuan und dem benachbarten Yueqing in der Provinz Zhejiang zweimal an Land, bevor er am 12. Juli ins Landesinnere zog. Windböen von über 140 km/h rissen mehr als 1.300 Bäume um, überfluteten Straßen und lösten Erdrutsche aus. Die örtlichen Behörden evakuierten daraufhin fast zwei Millionen Menschen in Zhejiang und den angrenzenden Provinzen. Die chinesische Luftfahrtbehörde ordnete großflächige Flugausfälle an den Flughäfen Hangzhou, Ningbo und Wenzhou an, während die beiden Flughäfen in Shanghai 684 Flüge streichen mussten. Auch die Bahnunternehmen setzten über 1.600 Verbindungen aus. Geschäftsreisende, die ins Yangtze-Delta – Chinas größtes Wirtschaftszentrum – unterwegs waren, mussten mit Verzögerungen von 24 bis 48 Stunden rechnen, da die Fluggesellschaften gebührenfreie Umbuchungen und Rückerstattungen anboten. Logistikunternehmen warnten vor Rückstaus bei zeitkritischen Sendungen, die über die Häfen und Flughäfen der Region transportiert werden. Meteorologen warnen, dass Bavis großflächige Zirkulation weiterhin sintflutartige Regenfälle bringen wird, während der Sturm nordöstlich in Richtung Gelbes Meer zieht. Dies beeinträchtigt Lieferketten, die auf die Küstenautobahn und die Bahnstrecke Peking–Harbin angewiesen sind. Unternehmen mit ausländischen Mitarbeitern wurden aufgefordert, Homeoffice-Pläne zu aktivieren und Notfallkontakte zu überprüfen, während Versicherer auf mögliche Schadensansprüche für beschädigte Einrichtungen hinwiesen. Für Manager im Bereich globale Mobilität unterstreicht der Sturm die Bedeutung länderspezifischer Notfallpläne für China: Die Extremwetterperiode hat sich in den letzten Jahren verlängert, und lokale Behörden verhängen inzwischen präventive Schließungen, um Opfer zu minimieren. Firmen sollten ihre Reisendenverfolgung aktuell halten, chinesische Social-Media-Kanäle wie Weibo für schnelle Warnungen nutzen und bei der Planung von Personal- oder Warenbewegungen durch Ostchina während der Taifun-Saison von Juli bis Oktober zusätzliche Zeit einplanen.
Quelle: Reuters
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