
Bei der Sommerakademie der Complutense-Universität in San Lorenzo de El Escorial stellte Spaniens Ministerin für Inklusion, Soziale Sicherheit und Migration, Elma Saiz, einen neuen Integrations- und Staatsbürgerschaftsplan in Höhe von 500 Millionen Euro vor, der die soziale Eingliederung der 3,4 Millionen ausländischen Arbeitskräfte des Landes beschleunigen soll. Saiz betonte, dass Integration „in dem Moment beginnt, in dem Menschen spanischen Boden betreten, und nicht erst mit Erhalt der Aufenthaltserlaubnis“ und hob den frühzeitigen Zugang zu Sprachkursen, Arbeitsvermittlungsdiensten und öffentlicher Gesundheitsversorgung hervor. Der Plan, den Ministerpräsident Pedro Sánchez am 30. Juni ankündigte und der nun in die Umsetzungsphase geht, wird regionale und kommunale Programme mitfinanzieren, die Wohnraum, berufliche Weiterbildung und Anti-Diskriminierungskampagnen fördern. Laut Saiz stellen Migranten bereits 15,4 % der Sozialversicherungsbeitragszahler und tragen etwa 80 % zum spanischen BIP-Wachstum nach der Pandemie bei. Modellrechnungen des Nationalen Amtes für Zukunftsforschung warnen, dass ein starker Rückgang der Zuwanderung das Pro-Kopf-Einkommen innerhalb von zwei Jahrzehnten um 22 % senken würde. Für Arbeitgeber bedeutet das vor allem zusätzliche Mittel für Projekte zur Arbeitsvermittlung und Anerkennung von Qualifikationen, die die Einstellungszeiten für ausländische Fachkräfte verkürzen sollen. Personalabteilungen können zudem von gezielten Zuschüssen für Sprachkurse und Mentoring-Programme profitieren, die in Zusammenarbeit mit NGOs durchgeführt werden. Das Ministerium bestätigte, dass Unternehmen, die am Integrationsplan teilnehmen, einen beschleunigten Zugang zu bestimmten Arbeitsvisa bei Fachkräftemangel erhalten. Saiz nutzte die Gelegenheit, um die außergewöhnliche Regularisierung der Regierung zu verteidigen, bei der derzeit 620.000 Anträge bearbeitet werden, und um „Fake News“ zu widerlegen, die Migration mit Kriminalität in Verbindung bringen. Sie rief Unternehmen dazu auf, sich einem bald startenden öffentlich-privaten Forum anzuschließen, das Integrationsindikatoren überwachen und politische Anpassungen empfehlen wird. Details zum Forum und zum Antragsportal für Fördermittel werden voraussichtlich noch vor Ende Juli veröffentlicht. Mobilitätsmanager sollten die Förderaufrufe genau verfolgen: Pilotprojekte aus dem vorherigen Plan deckten bereits Teile der Umzugskosten, Sprachkurse für mitreisende Familienangehörige sowie Orientierungskurse in der Gemeinschaft ab, die die Bindung von Expat-Mitarbeitern erleichterten.
Quelle: Europa Press
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