
Bei einem informellen Treffen in Dublin am 16. und 17. Juli widmeten sich die EU-Justiz- und Innenminister in einer Sitzung unter Ausschluss der Öffentlichkeit der Nutzung der Visapolitik als diplomatisches Druckmittel, um eine bessere Zusammenarbeit mit Drittstaaten bei der Rücknahme von Migranten zu erreichen. Laut dem Bulletin von Agence Europe vom 17. Juli diskutierten die Minister über eine aggressivere Anwendung von Artikel 25a des Visakodex und erwogen einen umfassenderen Rechtsrahmen, der Beschränkungen „schneller und reaktionsfähiger“ machen würde.
Am Rande der Gespräche forderte der Menschenrechtskommissar des Europarats, Michael O’Flaherty, fünf Mitgliedstaaten heraus, die Pläne für Pilotprojekte mit Offshore-„Rückkehrzentren“ verfolgen – Einrichtungen in Nicht-EU-Ländern, in denen irreguläre Migranten bis zur Abschiebung untergebracht und bearbeitet werden könnten. Belgien gehört nicht zu der informellen Fünfergruppe (Österreich, Dänemark, Deutschland, Griechenland und die Niederlande), doch der belgische Staatssekretär für Inneres, Bernard Quintin, erklärte gegenüber Journalisten, dass Brüssel „grundsätzlich offen“ für stärkere Anreize sei, jedoch darauf bestehe, dass jede Lösung mit Rückkehrzentren unabhängige Kontrolle und verbindliche Menschenrechtsschutzmaßnahmen beinhalte.
Die Haltung Belgiens ist von Bedeutung, da das Land im Januar 2027 die rotierende Ratspräsidentschaft übernimmt und jegliche gesetzgeberische Folgemaßnahmen begleiten muss. Diplomatische Quellen berichten, dass die belgische Delegation die Notwendigkeit eines ausgewogenen Instrumentariums betonte, das Anreize (legale Zugangswege, Talentpartnerschaften) mit Druckmitteln (Visabeschränkungen) kombiniert, um die Beziehungen zu strategischen Partnerländern wie Marokko, Tunesien und Nigeria aufrechtzuerhalten.
Für multinationale Arbeitgeber signalisiert die Debatte mögliche kurzfristige Änderungen bei der Bearbeitungsdauer von Visa und der Berechtigung für Mitarbeiterentsendungen aus bestimmten Märkten. Teams für globale Mobilität werden geraten, die Mitteilungen der Kommission genau zu verfolgen und Notfallpläne vorzubereiten, falls die Visaerteilung in Belgien oder im weiteren Schengen-Raum als Druckmittel verlangsamt wird. Die irische Präsidentschaft wird voraussichtlich vor dem formellen JHA-Rat im Oktober ein Non-Paper mit einer Zusammenfassung der Debatte verteilen. Belgische Vertreter signalisierten ihre Unterstützung für klarere Kriterien zum Auslösen und Aufheben von Visasanktionen, sofern humanitäre Ausnahmen – etwa für Studierende und systemrelevante Arbeitskräfte – erhalten bleiben.
Am Rande der Gespräche forderte der Menschenrechtskommissar des Europarats, Michael O’Flaherty, fünf Mitgliedstaaten heraus, die Pläne für Pilotprojekte mit Offshore-„Rückkehrzentren“ verfolgen – Einrichtungen in Nicht-EU-Ländern, in denen irreguläre Migranten bis zur Abschiebung untergebracht und bearbeitet werden könnten. Belgien gehört nicht zu der informellen Fünfergruppe (Österreich, Dänemark, Deutschland, Griechenland und die Niederlande), doch der belgische Staatssekretär für Inneres, Bernard Quintin, erklärte gegenüber Journalisten, dass Brüssel „grundsätzlich offen“ für stärkere Anreize sei, jedoch darauf bestehe, dass jede Lösung mit Rückkehrzentren unabhängige Kontrolle und verbindliche Menschenrechtsschutzmaßnahmen beinhalte.
Die Haltung Belgiens ist von Bedeutung, da das Land im Januar 2027 die rotierende Ratspräsidentschaft übernimmt und jegliche gesetzgeberische Folgemaßnahmen begleiten muss. Diplomatische Quellen berichten, dass die belgische Delegation die Notwendigkeit eines ausgewogenen Instrumentariums betonte, das Anreize (legale Zugangswege, Talentpartnerschaften) mit Druckmitteln (Visabeschränkungen) kombiniert, um die Beziehungen zu strategischen Partnerländern wie Marokko, Tunesien und Nigeria aufrechtzuerhalten.
Für multinationale Arbeitgeber signalisiert die Debatte mögliche kurzfristige Änderungen bei der Bearbeitungsdauer von Visa und der Berechtigung für Mitarbeiterentsendungen aus bestimmten Märkten. Teams für globale Mobilität werden geraten, die Mitteilungen der Kommission genau zu verfolgen und Notfallpläne vorzubereiten, falls die Visaerteilung in Belgien oder im weiteren Schengen-Raum als Druckmittel verlangsamt wird. Die irische Präsidentschaft wird voraussichtlich vor dem formellen JHA-Rat im Oktober ein Non-Paper mit einer Zusammenfassung der Debatte verteilen. Belgische Vertreter signalisierten ihre Unterstützung für klarere Kriterien zum Auslösen und Aufheben von Visasanktionen, sofern humanitäre Ausnahmen – etwa für Studierende und systemrelevante Arbeitskräfte – erhalten bleiben.
Quelle: Agence Europe
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