
Irlands wichtigstes internationales Drehkreuz darf wieder wachsen. Am 17. Juli 2026 unterzeichnete Präsidentin Catherine Connolly das Dublin Airport (Passenger Capacity) Act 2026, das dem Verkehrsminister die Befugnis gibt, die lange kritisierte jährliche Passagierobergrenze von 32 Millionen am Flughafen Dublin aufzuheben. Das neue Gesetz beauftragt An Coimisiún Pleanála mit beschleunigten Umweltprüfungen, bevor eine Anordnung zur Änderung oder Abschaffung der Obergrenze erlassen werden kann. Verkehrsminister Darragh O’Brien hat die Behörden bereits angewiesen, diese Bewertungen umgehend zu starten, mit dem Ziel, die formelle Anordnung „so schnell wie möglich“ zu erlassen. Wirtschaftsverbände und Fluggesellschaften hatten jahrelang für die Aufhebung der Beschränkung lobbyiert und argumentiert, dass die Kapazitätsgrenzen den Verkehr – und Investitionen – zu Konkurrenzflughäfen wie London und Amsterdam treiben. Der Flughafenbetreiber DAA erklärt, die Änderung werde festgefahrene Infrastrukturpläne freisetzen, darunter zwei neue Flugsteige, zusätzliche Flugzeugpositionen und eine entfernte Vorfeldfläche, die zusammen die Kapazität bis 2030 auf 45 Millionen Passagiere steigern könnten. Das Gesetz sichert zudem rechtlich Lärmschutzmaßnahmen und Gemeinschaftsfonds ab, die auf die Anliegen der Anwohner eingehen – ein entscheidender Punkt in der laufenden Planungsprüfung des Fingal County Council. Für globale Mobilitätsmanager bedeutet die Aufhebung der Obergrenze mehr Flugoptionen, wettbewerbsfähige Preise und größere Flexibilität bei der Planung für Entsandte und Geschäftsreisende, die Dublin als Drehkreuz für Nordamerika-Europa-Verbindungen nutzen. Unternehmen sollten jedoch die kommenden Umweltauflagen genau beobachten, da diese nach der offiziellen Aufhebung der Obergrenze Ausgangssperren, Nutzung der Start- und Landebahnen oder Beschränkungen bei Flugzeugtypen vorschreiben könnten.
Quelle: Law Society Gazette