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Starker Regen führt zu Verkehrsstillstand und Schließungen von Touristenzielen im Süden Chinas

Juli 20, 2026
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Starker Regen führt zu Verkehrsstillstand und Schließungen von Touristenzielen im Süden Chinas
Die chinesische Meteorologische Behörde gab am 19. Juli um 08:00 Uhr eine Unwetterwarnung der Stufe III für Starkregen heraus. Sie warnte davor, dass eine diagonale Wetterfront von Yunnan im Südwesten bis Shanghai an der Ostküste in den nächsten 72 Stunden in Guangxi bis zu 450 mm Regen bringen könnte. Innerhalb weniger Stunden setzte die China State Railway Group mehrere Hochgeschwindigkeitszüge auf den Strecken Shanghai–Kunming und Nanning–Guangzhou aus, während NOTAMs im Luftverkehr vor Verzögerungen am Flughafen Kunming-Changshui und Guilin-Liangjiang warnten.

Die Störungen wirken sich bereits auf Geschäftsreisen aus: Mehrere multinationale Elektronikunternehmen meldeten Verzögerungen beim Versand von Komponenten aus den Exportverarbeitungszonen in Kunming, nachdem Überschwemmungen die G80-Autobahn Kunming–Guangzhou in Qujing unpassierbar gemacht hatten. In Chongqing suchen Rettungskräfte weiterhin nach 34 Vermissten nach einem durch Regen ausgelösten Erdrutsch im Stadtbezirk Qijiang, bei dem am 17. Juli acht Menschen ums Leben kamen. Logistikunternehmen leiten Fracht nach Chongqing über Xiangyang um, um mögliche Straßensperrungen zu umgehen.

Starker Regen führt zu Verkehrsstillstand und Schließungen von Touristenzielen im Süden Chinas


Auch der Tourismussektor spürt die Auswirkungen: Die Tiger Leaping Gorge in Yunnan, die Seilbahnstrecken in der Altstadt von Lijiang sowie Teile der tropischen Gärten in Xishuangbanna wurden nach Erhöhung der geologischen Gefahrenwarnstufe auf Orange von den Behörden auf unbestimmte Zeit geschlossen. Am 18. Juli wurden über 2.000 Besucher aus dem Wudi-See-Naturschutzgebiet evakuiert. Heiße Quellen in Guilin bieten für den Rest des Monats gebührenfreie Umbuchungen an. Reiseveranstalter empfehlen, Incentive-Gruppen auf Hainan oder Fujian umzuleiten, wo der Regen schwächer ausfällt.

Für Mobilitätsmanager lautet die klare Botschaft: Planen Sie für Juli und August in Südchina großzügige Zeitpuffer ein, verfolgen Sie aktuelle Bahn- und Straßenmeldungen über die Hotline 96199 des Verkehrsministeriums und raten Sie Reisenden, möglichst durchgechecktes Gepäck zu nutzen – kurzfristige Zugausfälle führen oft zu Last-Minute-Umsteigeaktionen auf Fluggesellschaften mit strengeren Handgepäckregeln. Unternehmen mit wichtigen Personalverlegungen sollten den Bodentransport vorab organisieren, da die Preise für Fahrdienste in Kunming während früherer Unwetterphasen um das 2,8-fache anstiegen.

Langfristig unterstreicht der jüngste Starkregen die Notwendigkeit widerstandsfähiger Lieferkettenrouten. Analysten von CITIC Securities weisen darauf hin, dass vier der fünf wichtigsten Elektronik-Exportprovinzen Chinas im aktuellen Regengebiet liegen und klimabedingte Verkehrsunterbrechungen unter den für den Rest des Jahres 2026 prognostizierten El-Niño-Bedingungen voraussichtlich zunehmen werden.
Quelle: Reuters via Internazionale

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