
Chinas zehnjähriges Bestreben, einen einheimischen Konkurrenten zum Boeing 737 und Airbus A320 zu entwickeln, erreicht nächsten Monat einen wichtigen Meilenstein: Air China wird die COMAC C919 auf der neuen Strecke Beijing–Ulaanbaatar einsetzen. Laut einem Bericht der Xinhua-Agentur, zitiert vom South China Morning Post, startet der tägliche Hin- und Rückflug am 12. August unter den Flugnummern CA 955/956. Die Route ist mit einer Flugzeit von nur 1 Stunde 50 Minuten zwar kurz, markiert aber den ersten Einsatz des Single-Aisle-Jets außerhalb des Luftraums Großchinas – ein Zeichen für das wachsende Vertrauen von Regulierungsbehörden, Fluggesellschaften und Investoren in die Leistung und das Support-Netzwerk des Flugzeugs.
Für chinesische Entscheidungsträger, die auf „aviation self-reliance“ setzen, ist die internationale Zulassung ebenso wichtig wie die technische Leistungsfähigkeit. Die C919 erhielt 2025 ihre chinesische Musterzulassung, fehlt jedoch noch die Genehmigung durch die Europäische Agentur für Flugsicherheit (EASA) und die US-amerikanische Federal Aviation Administration (FAA). Durch den Einsatz auf einer kurzen Regionalstrecke nach Mongolei – deren Luftfahrtbehörde die chinesische Zulassung bereits anerkennt – kann Peking internationale Flugstunden und Betriebsdaten sammeln, die bei der späteren Validierung durch die EASA von Vorteil sind.
Auch aus kommerzieller Sicht ist der Schritt sinnvoll. COMAC hat über 1.100 vorläufige Bestellungen, hauptsächlich von staatlich unterstützten Fluggesellschaften und Leasingfirmen, doch stehen nur wenige Produktionskapazitäten pro Jahr zur Verfügung. Die zuverlässige Einsatzfähigkeit in einer anspruchsvollen, sandigen Umgebung wie Ulaanbaatar stärkt das Vertrauen von Air China und dem Mit-Startkunden China Eastern Airlines, die Maschine auf längeren Strecken nach Südostasien, Sibirien und schließlich Europa einzusetzen.
Geschäftsreisende sollten die Kapazitäten auf sekundären Strecken im Auge behalten: Mit 164 Sitzplätzen und einer Reichweite von 4.100 km ist die C919 ideal für Direktverbindungen, die multinationale Unternehmen zur Anbindung von Fabrikclustern in Zentralchina benötigen. Auch ausländische Zulieferer und MRO-Dienstleister profitieren: Obwohl das Flugzeug chinesisch ist, stammen wichtige Systeme wie die LEAP-1C-Triebwerke von CFM International, die Avionik von Honeywell und das Fahrwerk von Safran aus dem Ausland. Jeder zusätzliche Flug der C919 sichert langfristige Einnahmen im Aftermarket und rechtfertigt gemeinsame MRO-Standorte in Chengdu, Xi’an und Pudong.
Praktisch können Passagiere an Bord des neuen Angebots mit den gewohnten Annehmlichkeiten von Air China und voller Codeshare-Kooperation mit Star-Alliance-Partnern rechnen. Die Business-Class-Kabinen sind mit den gleichen Collins Meridian-Sitzen ausgestattet wie die neuesten A320neo-Flugzeuge der Airline, während die Economy-Klasse USB-A-Ladeanschlüsse und WLAN bietet, das mit dem chinesischen Intranet von Air China verbunden ist. Da der Erstflug in die mongolische Naadam-Feiertagssaison fällt, wird mit hoher Nachfrage gerechnet; Geschäftsreisende sollten ihre Plätze frühzeitig sichern, bis sich die Auslastungsmuster einpendeln.
Für chinesische Entscheidungsträger, die auf „aviation self-reliance“ setzen, ist die internationale Zulassung ebenso wichtig wie die technische Leistungsfähigkeit. Die C919 erhielt 2025 ihre chinesische Musterzulassung, fehlt jedoch noch die Genehmigung durch die Europäische Agentur für Flugsicherheit (EASA) und die US-amerikanische Federal Aviation Administration (FAA). Durch den Einsatz auf einer kurzen Regionalstrecke nach Mongolei – deren Luftfahrtbehörde die chinesische Zulassung bereits anerkennt – kann Peking internationale Flugstunden und Betriebsdaten sammeln, die bei der späteren Validierung durch die EASA von Vorteil sind.
Auch aus kommerzieller Sicht ist der Schritt sinnvoll. COMAC hat über 1.100 vorläufige Bestellungen, hauptsächlich von staatlich unterstützten Fluggesellschaften und Leasingfirmen, doch stehen nur wenige Produktionskapazitäten pro Jahr zur Verfügung. Die zuverlässige Einsatzfähigkeit in einer anspruchsvollen, sandigen Umgebung wie Ulaanbaatar stärkt das Vertrauen von Air China und dem Mit-Startkunden China Eastern Airlines, die Maschine auf längeren Strecken nach Südostasien, Sibirien und schließlich Europa einzusetzen.
Geschäftsreisende sollten die Kapazitäten auf sekundären Strecken im Auge behalten: Mit 164 Sitzplätzen und einer Reichweite von 4.100 km ist die C919 ideal für Direktverbindungen, die multinationale Unternehmen zur Anbindung von Fabrikclustern in Zentralchina benötigen. Auch ausländische Zulieferer und MRO-Dienstleister profitieren: Obwohl das Flugzeug chinesisch ist, stammen wichtige Systeme wie die LEAP-1C-Triebwerke von CFM International, die Avionik von Honeywell und das Fahrwerk von Safran aus dem Ausland. Jeder zusätzliche Flug der C919 sichert langfristige Einnahmen im Aftermarket und rechtfertigt gemeinsame MRO-Standorte in Chengdu, Xi’an und Pudong.
Praktisch können Passagiere an Bord des neuen Angebots mit den gewohnten Annehmlichkeiten von Air China und voller Codeshare-Kooperation mit Star-Alliance-Partnern rechnen. Die Business-Class-Kabinen sind mit den gleichen Collins Meridian-Sitzen ausgestattet wie die neuesten A320neo-Flugzeuge der Airline, während die Economy-Klasse USB-A-Ladeanschlüsse und WLAN bietet, das mit dem chinesischen Intranet von Air China verbunden ist. Da der Erstflug in die mongolische Naadam-Feiertagssaison fällt, wird mit hoher Nachfrage gerechnet; Geschäftsreisende sollten ihre Plätze frühzeitig sichern, bis sich die Auslastungsmuster einpendeln.
Quelle: South China Morning Post