
Einen Tag nach der Fokussierung auf frankophone Bewerber veröffentlichte IRCC die Ergebnisse einer ausschließlich für die Canadian Experience Class (CEC) durchgeführten Auslosung vom 21. Juli, die am 22. Juli öffentlich bekanntgegeben wurde. 2.000 Bewerber mit einem Comprehensive Ranking System (CRS)-Score von 516 oder höher erhielten eine Einladung zur Antragstellung. Der CEC-Zweig ist für ausländische Arbeitskräfte reserviert, die bereits mindestens ein Jahr qualifizierte Berufserfahrung in Kanada vorweisen können. Das Ministerium hatte seit Dezember 2024 keine CEC-spezifische Runde mehr durchgeführt und stattdessen auf Multi-Programm- und kategoriebezogene Auslosungen gesetzt. Personalverantwortliche begrüßen die Rückkehr, da CEC-Kandidaten sich schneller integrieren, da die meisten bereits über offene Arbeitserlaubnisse verfügen. Der relativ hohe CRS-Schwellenwert deutet jedoch auf einen verschärften Wettbewerb hin; der durchschnittliche CRS-Wert bei CEC-Auslosungen im Jahr 2024 lag bei 491. Arbeitgeber sollten daher interne Empfehlungsprogramme überprüfen, um sicherzustellen, dass Mitarbeitende ihre Express Entry-Profile mit neuen Sprach- oder Bildungsnachweisen aktualisieren und so ihre Punktzahl für zukünftige Runden verbessern. Einwanderungsberater weisen zudem darauf hin, dass CEC-Bewerber weiterhin medizinische und sicherheitstechnische Prüfungen bestehen müssen – Bereiche, die aufgrund der Einführung der digitalen Plattform von IRCC derzeit längere Wartezeiten aufweisen. Die Planung von Statusverlängerungen (zum Beispiel über Bridging Open Work Permits) bleibt entscheidend, um Unterbrechungen der Arbeitserlaubnis zu vermeiden. Provinzen wie British Columbia und Ontario werden voraussichtlich mit zusätzlichen Einladungsrunden für internationale Absolventen auf die bundesweite Maßnahme reagieren und so mehrere Wege für bereits in Kanada ansässige Talente eröffnen.
Quelle: Immigration.ca