
Brüssel erwachte am Sonntag, den 2. November 2025, mit geschlossenen Tunneln und ungewöhnlich stillen Boulevards, als 20.000 Läufer die Stadt für den jährlichen Brussels Airport Marathon, Halbmarathon und den 7-km „Race for the Cure“ in Beschlag nahmen. Start war um 08:00 Uhr am De Brouckère-Platz, das Ziel vor dem Königlichen Palast. Die 42 Kilometer lange Strecke führte am Atomium, dem König-Baudouin-Stadion und dem Cinquantenaire vorbei, bevor sie über Montgomery und das EU-Viertel zurückführte.
Wochenlange Planung von Brussels Mobility, der Polizei und dem Veranstalter Golazo sorgten für eine vollständige Sperrung mehrerer wichtiger Verkehrsadern. Der Boulevard Émile Jacqmain wurde bereits ab 05:00 Uhr gesperrt, eine Stunde später folgten die Rue de la Loi sowie die Tunnel Cinquantenaire und Annie Cordy. Alle Straßen entlang der Strecke blieben bis mindestens 16:00 Uhr für den Verkehr gesperrt. Der öffentliche Verkehrsbetrieb STIB/MIVB leitete über zwanzig Straßenbahn- und Buslinien um oder verkürzte sie und empfahl die Metro als einzige verlässliche Alternative. Die Polizei setzte an wichtigen Kreuzungen zusätzliche Beamte ein, um Touristen, die am Bahnhof Brüssel-Zentral ausstiegen, zu helfen, da viele bekannte Ziele plötzlich nicht mehr per Taxi erreichbar waren.
Für Expatriates und Geschäftsreisende bedeuteten die Sperrungen eine sorgfältige Wochenendplanung. Unternehmen mit Büros rund um Schuman und den Nordbahnhof rieten ihren Mitarbeitern, von zu Hause aus zu arbeiten oder nicht notwendige Reisen zu vermeiden. Mehrere Hotels verlegten Check-in- und Check-out-Zeiten in den Nachmittag, um den Gästen mehr Flexibilität zu bieten. Fahrdienstanbieter warnten per App vor Zuschlägen von 20 bis 40 Euro wegen Umwegen. Der Brussels Airport, Namensgeber des Rennens, aber 14 Kilometer außerhalb der Strecke gelegen, erinnerte abreisende Passagiere daran, zwei Stunden früher loszufahren und den Flughafenzug in Betracht zu ziehen.
Über die eintägige Beeinträchtigung hinaus brachte der Marathon der Hauptstadt einen wertvollen Imagegewinn. Visit Brussels schätzt, dass 38 % der Teilnehmer aus dem Ausland kamen und dadurch rund 4,2 Millionen Euro an Übernachtungen, Restaurantbesuchen und Einzelhandelsumsätzen generiert wurden. Die Stadt nutzte das Event zudem als Live-Test für ihr erweitertes kontaktloses Bezahlsystem: Zuschauer konnten mit Bankkarte oder Smartphone Straßenbahnen und Metros betreten – eine Funktion, die ab Mitte 2026 für den gesamten Nahverkehr verpflichtend wird.
Mit dem Abschluss der Ausgabe 2025 ziehen die Mobilitätsbehörden Bilanz: Die gewonnenen Erkenntnisse – insbesondere im Tunnelmanagement und bei der Echtzeit-Passagierinformation – fließen in eine umfassendere Verkehrsberuhigungsstrategie ein, die im Vorfeld der belgischen EU-Ratspräsidentschaft ab Januar startet.
Wochenlange Planung von Brussels Mobility, der Polizei und dem Veranstalter Golazo sorgten für eine vollständige Sperrung mehrerer wichtiger Verkehrsadern. Der Boulevard Émile Jacqmain wurde bereits ab 05:00 Uhr gesperrt, eine Stunde später folgten die Rue de la Loi sowie die Tunnel Cinquantenaire und Annie Cordy. Alle Straßen entlang der Strecke blieben bis mindestens 16:00 Uhr für den Verkehr gesperrt. Der öffentliche Verkehrsbetrieb STIB/MIVB leitete über zwanzig Straßenbahn- und Buslinien um oder verkürzte sie und empfahl die Metro als einzige verlässliche Alternative. Die Polizei setzte an wichtigen Kreuzungen zusätzliche Beamte ein, um Touristen, die am Bahnhof Brüssel-Zentral ausstiegen, zu helfen, da viele bekannte Ziele plötzlich nicht mehr per Taxi erreichbar waren.
Für Expatriates und Geschäftsreisende bedeuteten die Sperrungen eine sorgfältige Wochenendplanung. Unternehmen mit Büros rund um Schuman und den Nordbahnhof rieten ihren Mitarbeitern, von zu Hause aus zu arbeiten oder nicht notwendige Reisen zu vermeiden. Mehrere Hotels verlegten Check-in- und Check-out-Zeiten in den Nachmittag, um den Gästen mehr Flexibilität zu bieten. Fahrdienstanbieter warnten per App vor Zuschlägen von 20 bis 40 Euro wegen Umwegen. Der Brussels Airport, Namensgeber des Rennens, aber 14 Kilometer außerhalb der Strecke gelegen, erinnerte abreisende Passagiere daran, zwei Stunden früher loszufahren und den Flughafenzug in Betracht zu ziehen.
Über die eintägige Beeinträchtigung hinaus brachte der Marathon der Hauptstadt einen wertvollen Imagegewinn. Visit Brussels schätzt, dass 38 % der Teilnehmer aus dem Ausland kamen und dadurch rund 4,2 Millionen Euro an Übernachtungen, Restaurantbesuchen und Einzelhandelsumsätzen generiert wurden. Die Stadt nutzte das Event zudem als Live-Test für ihr erweitertes kontaktloses Bezahlsystem: Zuschauer konnten mit Bankkarte oder Smartphone Straßenbahnen und Metros betreten – eine Funktion, die ab Mitte 2026 für den gesamten Nahverkehr verpflichtend wird.
Mit dem Abschluss der Ausgabe 2025 ziehen die Mobilitätsbehörden Bilanz: Die gewonnenen Erkenntnisse – insbesondere im Tunnelmanagement und bei der Echtzeit-Passagierinformation – fließen in eine umfassendere Verkehrsberuhigungsstrategie ein, die im Vorfeld der belgischen EU-Ratspräsidentschaft ab Januar startet.
Quelle: The Brussels Times / STIB
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