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Neuer EuroNight-Schlafzug „Carpatia“ verbindet über Nacht durch Wien

Nov. 11, 2025
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Neuer EuroNight-Schlafzug „Carpatia“ verbindet über Nacht durch Wien
Der Nachtzugbetreiber PKP Intercity hat den EuroNight EN Carpatia vorgestellt, einen neuen Schlafwagendienst, der ab dem Fahrplanwechsel am 14. Dezember 2025 Polen, Österreich, die Slowakei, Ungarn, die Tschechische Republik und Süddeutschland miteinander verbindet. Laut den am 10. November 2025 veröffentlichten Details verkehrt der Zug von Przemyśl an der östlichen polnischen Grenze bis nach München, wobei sich die Wagen in Bohumín aufteilen und Direktverbindungen nach Bratislava und Budapest ermöglichen.

Auf der österreichischen Strecke hält der Carpatia in Wien Hbf, Linz und Salzburg und erreicht München am nächsten Morgen um 10:24 Uhr. In Richtung Osten verlässt der Zug München um 18:45 Uhr, erreicht Wien kurz nach Mitternacht und fährt dann weiter nach Polen. Damit erhalten Reisende aus Wien eine neue Übernachtungsmöglichkeit nach Krakau, Kattowitz und das schnell wachsende Technologiezentrum Rzeszów. Die Abteile reichen von Sitzwagen über klassische Sechsbett-Couchettes bis hin zu Zweibett-Schlafwagen mit eigenem Bad, um sowohl preisbewusste als auch Geschäftskunden anzusprechen.

Neuer EuroNight-Schlafzug „Carpatia“ verbindet über Nacht durch Wien


Der zusätzliche Service stärkt Wiens Stellung als Europas führenden Nachtzugknotenpunkt: Das Nightjet-Netz der ÖBB bietet bereits 23 Übernachtungsstrecken, und Branchenanalysten verzeichnen, dass der Anteil der Bahn an Geschäftsreisen unter 800 km ab Wien von 9 % im Jahr 2019 auf 17 % im Jahr 2025 gestiegen ist – begünstigt durch Nachhaltigkeitsvorgaben von Unternehmen und das Verbot staatlich geförderter Kurzstreckenflüge in Österreich, sofern eine Bahnverbindung unter drei Stunden besteht.

Für Mobilitätsmanager eröffnet der Carpatia praktische Bahnverbindungen für grenzüberschreitende Projektteams zwischen Österreich und dem polnischen Industriestandort, wodurch Übernachtungen im Hotel entfallen und die Scope-3-Emissionsziele eingehalten werden können. Buchungen sind über die ÖBB-Website sowie globale Vertriebssysteme von Reisebüros möglich, wobei die Firmenpreise voraussichtlich den bestehenden Nightjet-Tarifen entsprechen.

Die Grenzformalitäten bleiben unkompliziert: Da alle Länder auf der Strecke zum Schengen-Raum gehören, erfolgt die Passkontrolle nur einmal an Bord. Reisende sollten jedoch beachten, dass das EU-Einreise- und Ausreisesystem (EES) für Drittstaatsangehörige in diesem Winter in Kraft tritt. Das bedeutet, dass nicht-EU-Geschäftsreisende, die in Wien zusteigen, bei der ersten Einreise biometrische Daten erfassen lassen müssen, bevor sie den Zug nehmen.
Quelle: The Local Austria

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