
Die Billigfluggesellschaft Ryanair hat ihren langjährigen Streit mit der österreichischen Regierung um die Luftverkehrsabgabe neu entfacht und gewarnt, dass sie ihre Aktivitäten am Flughafen Wien (VIE) weiter zurückfahren wird, falls die 12-Euro-Steuer auf europäische Abflüge nicht abgeschafft wird.
Am 10. November 2025 erklärte CEO Michael O’Leary in Dublin, dass die Abgabe – die dritthöchste Kurzstreckensteuer Europas – „Wien zur unattraktivsten Basis in Mitteleuropa macht“ und bezeichnete Bundeskanzler Christian Stocker als „faul“, weil dieser sich weigere, auf das Milliarden-Investitionsangebot der Airline einzugehen. Ryanair gibt an, dass die Steuer zusammen mit den seiner Meinung nach hohen Flughafenentgelten am VIE bereits dazu geführt habe, dass eine Maschine und 150 wöchentliche Flüge in diesem Winter gestrichen wurden. Weitere zwei Flugzeuge könnten an nahegelegene Flughäfen in Bratislava oder Budapest verlegt werden, wo die Gebühren niedriger sind.
Die irische Fluggesellschaft argumentiert, dass die 2010 eingeführte und 2020 auf 12 Euro erhöhte Luftverkehrsabgabe für innereuropäische Flüge die Nachfrage um bis zu 15 % dämpft und preissensible Passagiere zu Flughäfen jenseits der Grenze abwandern lässt. O’Leary wies darauf hin, dass der Konkurrent Wizz Air aus ähnlichen Gründen angekündigt hat, seine Basis in Wien 2026 zu schließen, was die Anbindung für Geschäftsreisende und Touristen weiter verschlechtern würde.
Das österreichische Infrastrukturministerium entgegnete, dass die Steuer jährlich rund 170 Millionen Euro einbringe und mit den Klimazielen des Landes im Einklang stehe. Änderungen müssten im Budgetzyklus 2026 beschlossen werden, und die Vorwürfe von O’Leary über „Untätigkeit“ der Regierung wurden zurückgewiesen. Branchenexperten warnen, dass Wien seine Rolle als Low-Cost-Drehkreuz in Mitteleuropa verlieren könnte, falls sowohl Ryanair als auch Wizz Air ihre Kapazitäten reduzieren. Der benachbarte Flughafen Bratislava verfüge über freie Kapazitäten und werbe aktiv um Airlines.
Für Firmenreisemanager ergeben sich aus dem Streit zwei unmittelbare Herausforderungen: mögliche Schwankungen im Flugplan bei Ryanair-Strecken ab Wien und höhere Ticketpreise bei sinkender Kapazität. Unternehmen sollten die Verfügbarkeit in den GDS-Systemen genau beobachten, alternative Routen über Bratislava oder München prüfen und mögliche Zusatzzeiten für den Bodentransport in die Reiseplanung einbeziehen. Langfristig könnten multinationale Unternehmen mit österreichischen Standorten gemeinsam für ein verlässlicheres, mehrjähriges Luftverkehrssteuermodell eintreten, um wichtige Flugverbindungen für Investitionen und Exportgeschäfte zu sichern.
Am 10. November 2025 erklärte CEO Michael O’Leary in Dublin, dass die Abgabe – die dritthöchste Kurzstreckensteuer Europas – „Wien zur unattraktivsten Basis in Mitteleuropa macht“ und bezeichnete Bundeskanzler Christian Stocker als „faul“, weil dieser sich weigere, auf das Milliarden-Investitionsangebot der Airline einzugehen. Ryanair gibt an, dass die Steuer zusammen mit den seiner Meinung nach hohen Flughafenentgelten am VIE bereits dazu geführt habe, dass eine Maschine und 150 wöchentliche Flüge in diesem Winter gestrichen wurden. Weitere zwei Flugzeuge könnten an nahegelegene Flughäfen in Bratislava oder Budapest verlegt werden, wo die Gebühren niedriger sind.
Die irische Fluggesellschaft argumentiert, dass die 2010 eingeführte und 2020 auf 12 Euro erhöhte Luftverkehrsabgabe für innereuropäische Flüge die Nachfrage um bis zu 15 % dämpft und preissensible Passagiere zu Flughäfen jenseits der Grenze abwandern lässt. O’Leary wies darauf hin, dass der Konkurrent Wizz Air aus ähnlichen Gründen angekündigt hat, seine Basis in Wien 2026 zu schließen, was die Anbindung für Geschäftsreisende und Touristen weiter verschlechtern würde.
Das österreichische Infrastrukturministerium entgegnete, dass die Steuer jährlich rund 170 Millionen Euro einbringe und mit den Klimazielen des Landes im Einklang stehe. Änderungen müssten im Budgetzyklus 2026 beschlossen werden, und die Vorwürfe von O’Leary über „Untätigkeit“ der Regierung wurden zurückgewiesen. Branchenexperten warnen, dass Wien seine Rolle als Low-Cost-Drehkreuz in Mitteleuropa verlieren könnte, falls sowohl Ryanair als auch Wizz Air ihre Kapazitäten reduzieren. Der benachbarte Flughafen Bratislava verfüge über freie Kapazitäten und werbe aktiv um Airlines.
Für Firmenreisemanager ergeben sich aus dem Streit zwei unmittelbare Herausforderungen: mögliche Schwankungen im Flugplan bei Ryanair-Strecken ab Wien und höhere Ticketpreise bei sinkender Kapazität. Unternehmen sollten die Verfügbarkeit in den GDS-Systemen genau beobachten, alternative Routen über Bratislava oder München prüfen und mögliche Zusatzzeiten für den Bodentransport in die Reiseplanung einbeziehen. Langfristig könnten multinationale Unternehmen mit österreichischen Standorten gemeinsam für ein verlässlicheres, mehrjähriges Luftverkehrssteuermodell eintreten, um wichtige Flugverbindungen für Investitionen und Exportgeschäfte zu sichern.
Quelle: Aviation A2Z