
Die bedeutendste Änderung der tschechischen Migrationsregelungen seit Einführung der EU-Richtlinie zum vorübergehenden Schutz im Jahr 2022: Das Innenministerium hat eine neue fünfjährige „besondere langfristige Aufenthaltserlaubnis“ für Ukrainer eingeführt, die sich derzeit unter vorübergehendem Schutz im Land aufhalten. Die Maßnahme, die von der Europäischen Kommission am 21. November bestätigt und vom Ministerium am 23. November veröffentlicht wurde, soll sowohl Geflüchteten als auch Arbeitgebern eine längere Planungssicherheit bieten, da das EU-weite Schutzprogramm Ende 2026 ausläuft.
Das Programm ist bewusst selektiv gestaltet. Antragsteller müssen ein unversteuertes Jahreseinkommen von mindestens 440.000 CZK (ca. 18.000 €) plus 110.000 CZK für jede unterhaltsberechtigte Person nachweisen, einen gültigen Mietvertrag oder Eigentumsnachweis vorlegen sowie ein apostilliertes polizeiliches Führungszeugnis einreichen. Das Ministerium schätzt, dass etwa 20 % der 330.000 Ukrainer in Tschechien diese Voraussetzungen bereits erfüllen, wobei das Interesse besonders bei Fachkräften aus der Produktion und IT-Branche hoch ist. Erfolgreiche Antragsteller erhalten freien Zugang zum Arbeitsmarkt ohne Genehmigung der Arbeitsagentur, das Recht, sich 90 von 180 Tagen im Schengen-Raum aufzuhalten, und nach Ablauf der vollen fünf Jahre die Möglichkeit, in eine langfristige EU-Aufenthaltserlaubnis umzuwandeln.
Für Unternehmen mit internationalen Mobilitätsteams beseitigt die neue Aufenthaltserlaubnis eine große administrative Hürde. Personalabteilungen mussten bisher die Dokumente zum vorübergehenden Schutz alle 12 Monate erneuern, was wiederholte Compliance-Prüfungen und Unsicherheiten bei der Personalplanung mit sich brachte. Die längere Gültigkeit ermöglicht es Arbeitgebern, ukrainische Mitarbeiter auf mehrjährige Einsatzzyklen zu planen und in Nachfolgeplanungen einzubeziehen. Unternehmen sollten jedoch die strengen Dokumentationsanforderungen beachten: Das Einkommen für 2025 wird mit den tschechischen Steuerunterlagen abgeglichen, und Lücken im Krankenversicherungsschutz können die Genehmigung gefährden.
Integrations-NGOs begrüßen die Initiative weitgehend, da sie den geflüchteten Familien die nötige Stabilität bietet, um Kinder in tschechischsprachige Schulen einzuschulen und in berufliche Umschulungen zu investieren. Sie warnen jedoch, dass die Migrationsbehörden mit einer Flut von Anträgen rechnen müssen; das Innenministerium reagiert darauf mit der Einstellung von 160 zusätzlichen Sachbearbeitern und der Einführung eines Online-Terminvergabesystems bis Januar 2026.
Praktischer Tipp: Arbeitgeber mit ukrainischen Fachkräften sollten jetzt Unterstützungs- und Steuerbescheinigungen vorbereiten, damit die Mitarbeiter sofort nach Öffnung der Termine Anträge stellen können. Mobilitätsmanager sollten zudem die Gehaltsniveaus überprüfen, um sicherzustellen, dass sie über der festgelegten Einkommensgrenze liegen und alle unterhaltsberechtigten Personen abdecken.
Das Programm ist bewusst selektiv gestaltet. Antragsteller müssen ein unversteuertes Jahreseinkommen von mindestens 440.000 CZK (ca. 18.000 €) plus 110.000 CZK für jede unterhaltsberechtigte Person nachweisen, einen gültigen Mietvertrag oder Eigentumsnachweis vorlegen sowie ein apostilliertes polizeiliches Führungszeugnis einreichen. Das Ministerium schätzt, dass etwa 20 % der 330.000 Ukrainer in Tschechien diese Voraussetzungen bereits erfüllen, wobei das Interesse besonders bei Fachkräften aus der Produktion und IT-Branche hoch ist. Erfolgreiche Antragsteller erhalten freien Zugang zum Arbeitsmarkt ohne Genehmigung der Arbeitsagentur, das Recht, sich 90 von 180 Tagen im Schengen-Raum aufzuhalten, und nach Ablauf der vollen fünf Jahre die Möglichkeit, in eine langfristige EU-Aufenthaltserlaubnis umzuwandeln.
Für Unternehmen mit internationalen Mobilitätsteams beseitigt die neue Aufenthaltserlaubnis eine große administrative Hürde. Personalabteilungen mussten bisher die Dokumente zum vorübergehenden Schutz alle 12 Monate erneuern, was wiederholte Compliance-Prüfungen und Unsicherheiten bei der Personalplanung mit sich brachte. Die längere Gültigkeit ermöglicht es Arbeitgebern, ukrainische Mitarbeiter auf mehrjährige Einsatzzyklen zu planen und in Nachfolgeplanungen einzubeziehen. Unternehmen sollten jedoch die strengen Dokumentationsanforderungen beachten: Das Einkommen für 2025 wird mit den tschechischen Steuerunterlagen abgeglichen, und Lücken im Krankenversicherungsschutz können die Genehmigung gefährden.
Integrations-NGOs begrüßen die Initiative weitgehend, da sie den geflüchteten Familien die nötige Stabilität bietet, um Kinder in tschechischsprachige Schulen einzuschulen und in berufliche Umschulungen zu investieren. Sie warnen jedoch, dass die Migrationsbehörden mit einer Flut von Anträgen rechnen müssen; das Innenministerium reagiert darauf mit der Einstellung von 160 zusätzlichen Sachbearbeitern und der Einführung eines Online-Terminvergabesystems bis Januar 2026.
Praktischer Tipp: Arbeitgeber mit ukrainischen Fachkräften sollten jetzt Unterstützungs- und Steuerbescheinigungen vorbereiten, damit die Mitarbeiter sofort nach Öffnung der Termine Anträge stellen können. Mobilitätsmanager sollten zudem die Gehaltsniveaus überprüfen, um sicherzustellen, dass sie über der festgelegten Einkommensgrenze liegen und alle unterhaltsberechtigten Personen abdecken.
Quelle: VisaHQ Global Mobility News