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Frühmorgendlicher „Dienst nach Vorschrift“ sorgt für stundenlange Warteschlangen an den Sicherheitskontrollen am Flughafen Madrid-Barajas

Dez. 2, 2025
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Frühmorgendlicher „Dienst nach Vorschrift“ sorgt für stundenlange Warteschlangen an den Sicherheitskontrollen am Flughafen Madrid-Barajas
Reisende am Terminal 4 des Madrider Flughafens Adolfo Suárez Barajas mussten am Montag mit Wartezeiten von bis zu 50 Minuten rechnen, nachdem 21 Mitarbeiter der privaten Sicherheitsfirma Trablisa einen „huelga de celo“ (Arbeitsniederlegung nach Dienstvorschrift) durchführten. Der Flughafenbetreiber Aena meldete, dass sich die Wartezeiten bis zum Mittag normalisierten, kündigte jedoch rechtliche Schritte an, da die Verlangsamung gegen eine vom Regionalstaat verhängte Mindestdienstleistungsanforderung von 100 % verstoßen habe.

Trablisa wirft den Beschäftigten vor, einen nicht genehmigten Protest organisiert zu haben, um höhere Überstundensätze, Parkkostenzuschüsse und Frühverrentungsregelungen ähnlich denen der spanischen Nationalpolizei zu fordern. Das Unternehmen bezeichnet die Aktion als „illegal, missbräuchlich und unverhältnismäßig“ und weist darauf hin, dass die 21 Beteiligten nur einen kleinen Teil der 850-köpfigen Belegschaft am Standort Barajas ausmachen. Die Passagierrechte-Organisation AirHelp erinnerte daran, dass Entschädigungsregelungen der Fluggesellschaften bei Streitigkeiten mit Sicherheitspersonal nicht greifen, sodass viele Reisende die Kosten für verpasste Anschlussflüge selbst tragen müssen.

Frühmorgendlicher „Dienst nach Vorschrift“ sorgt für stundenlange Warteschlangen an den Sicherheitskontrollen am Flughafen Madrid-Barajas


Für Geschäftsreisemanager unterstreicht der Vorfall die Unwägbarkeiten der Arbeitsbeziehungen an Flughäfen in der geschäftigen Weihnachts-Hochsaison. Barajas wickelt an einem durchschnittlichen Montag mehr als 140.000 Passagiere und über 1.000 Flugbewegungen ab; selbst kurzzeitige Störungen können sich auf das gesamte Netzwerk auswirken, insbesondere bei den Hub-and-Spoke-Fluggesellschaften Iberia und Air Europa.

Aena betont, über Notfallpläne zu verfügen, darunter die Umverteilung von Personal und die Öffnung zusätzlicher Kontrollspuren, warnt jedoch, dass weitere Verzögerungen nicht ausgeschlossen sind, falls die Vertragsverhandlungen ins Stocken geraten. Unternehmen wird empfohlen, Reisende darauf hinzuweisen, mindestens zwei Stunden vor Flügen innerhalb Europas und drei Stunden vor Langstreckenflügen am Flughafen zu sein, bis der Konflikt beigelegt ist. Firmen mit engen Anschlussverbindungen könnten als Alternative Buchungen über Barcelona oder regionale Flughäfen in Betracht ziehen.

Spanische Gewerkschaften im Sicherheitssektor haben für 2026 mit landesweiten Arbeitskämpfen gedroht, falls die Tarifverhandlungen scheitern. Mobilitätsverantwortliche sollten Anfang nächsten Jahres die Gewerkschaftswahlen genau beobachten, da ein koordinierter Streik mehrere Flughäfen und Fährhäfen in ganz Spanien betreffen könnte.
Quelle: Pressdigital

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