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Außenministerium ordnet Visa-Verweigerungen für ausländische „Zensoren“ und Inhaltsmoderatoren an

Dez. 8, 2025
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Außenministerium ordnet Visa-Verweigerungen für ausländische „Zensoren“ und Inhaltsmoderatoren an
Ein vertrauliches Schreiben des US-Außenministeriums, das am Samstag veröffentlicht wurde, weist US-Konsulate weltweit an, Visa-Anträge von Personen abzulehnen, die in Teams für Faktenprüfung, „Desinformation“ oder Inhaltsmoderation gearbeitet haben – Tätigkeiten, die die Regierung als Unterdrückung der freien Meinungsäußerung in den USA betrachtet.

Beamte erklärten gegenüber Journalisten, die Richtlinie sei eine direkte Reaktion auf die Social-Media-Sperren des ehemaligen Präsidenten Trump im Jahr 2021 und ziele darauf ab, „ausländische Zensurakteure“ aus US-Arbeitsplätzen fernzuhalten. Visabeamte müssen nun Lebensläufe, Presseberichte und Social-Media-Profile nach Stichwörtern wie „Trust and Safety“, „Online-Sicherheit“ oder „Fehlinformationen“ durchsuchen. Nachweise einer Beteiligung können zur Unzulässigkeit nach INA §212(a)(3)(A)(ii) führen – ein Ideologie-Grund, der sonst meist bei Spionage oder Terrorpropaganda angewandt wird.

Außenministerium ordnet Visa-Verweigerungen für ausländische „Zensoren“ und Inhaltsmoderatoren an


Die Anweisung gilt für alle Nicht-Einwanderungsvisa, darunter H-1B-Technikfachkräfte und O-1-Digitalmedienexperten, was bei globalen Plattformen mit Moderationszentren in Irland, Singapur und Indien Besorgnis auslöst. Unternehmen könnten gezwungen sein, qualifizierte Fachkräfte nach Kanada oder Europa umzuleiten oder Aufgaben zwischen US- und Offshore-Teams aufzuteilen, um Visa-Ablehnungen zu vermeiden.

Bürgerrechtsorganisationen kritisieren die Maßnahme scharf als Verletzung des Ersten Verfassungszusatzes und der US-Verpflichtungen aus Handelsabkommen, die grenzüberschreitende Dienstleistungen schützen. Befürworter argumentieren hingegen, dass so der inländische politische Diskurs geschützt werde.

Praktisch sollten Arbeitgeber mit längeren Verwaltungsverfahren rechnen und darauf vorbereitet sein, die Tätigkeitsbeschreibungen von Bewerbern zu verteidigen, die jemals mit Inhaltssteuerung oder der Bekämpfung von Fehlinformationen befasst waren.
Quelle: The Times of India

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