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Spanien verhängt 64-Millionen-Euro-Strafe gegen Airbnb wegen unerlaubter Kurzzeitvermietungen

Dez. 16, 2025
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Spanien verhängt 64-Millionen-Euro-Strafe gegen Airbnb wegen unerlaubter Kurzzeitvermietungen
Das Verbraucherschutzministerium hat Airbnb mit einer Geldstrafe von 64 Millionen Euro – etwa 75 Millionen US-Dollar – belegt, weil das Unternehmen Ferienwohnungen beworben hat, die entweder keine verpflichtenden Registrierungsnummern aufwiesen oder falsche Angaben machten. Die am 15. Dezember bekannt gegebene Sanktion ist die zweithöchste, die das Ministerium je verhängt hat, und entspricht dem Sechsfachen des mutmaßlichen Gewinns, den die Plattform aus den illegalen Inseraten erzielt haben soll.

Minister Pablo Bustinduy erklärte, dass die Maßnahme Geschäftsmodelle ins Visier nehme, die „Bewohner aus ihren Vierteln verdrängen“ und brachte Kurzzeitvermietungen in Verbindung mit der Wohnraumknappheit in Spanien. Die Regierungsaktion folgt auf frühere Mega-Strafen gegen Booking.com (413 Millionen Euro im Jahr 2024) und Ryanair (108 Millionen Euro) wegen Missbrauchs von Marktdominanz beziehungsweise Gepäckgebühren und signalisiert einen umfassenderen Kurs hin zu konsequenterem Verbraucherschutz.

Spanien verhängt 64-Millionen-Euro-Strafe gegen Airbnb wegen unerlaubter Kurzzeitvermietungen


Airbnb plant, gegen die Strafe Berufung einzulegen. Das Unternehmen argumentiert, dass sich die Vorschriften im Juli geändert hätten und seitdem 65.000 nicht konforme Inserate entfernt sowie Gastgeber bei der Erlangung neuer Registrierungsnummern unterstützt wurden. Laut Airbnb haben 2025 mehr als 70.000 Objekte eine gültige ID im spanischen nationalen Register erhalten, das in diesem Jahr verpflichtend wurde.

Für Geschäftsreisemanagement ist das Urteil eine Warnung, sicherzustellen, dass für langfristige Buchungen von Apartments eine gültige Lizenz vorliegt. In Städten wie Barcelona und Málaga können Inspektoren Bußgelder vor Ort verhängen und sogar eine sofortige Einstellung der Vermietung anordnen, was Reisende ohne Unterkunft zurücklässt. Duty-of-Care-Richtlinien sollten daher eine Überprüfung der Einhaltung kommunaler Register vorsehen oder von Anbietern verlangen, die Lizenznummer im Voraus vorzulegen.

Die lokalen Behörden, gestärkt durch eine kommende Wohnrechtsverordnung, erhalten das Recht, die maximale Aufenthaltsdauer pro Nacht zu begrenzen und bei illegalen Wohnungen die Versorgung mit Versorgungsleistungen zu unterbrechen. Unternehmen, die Mitarbeiter nach Spanien entsenden, müssen sich möglicherweise auf regulierte Serviced-Apartment-Anbieter oder klassische Hotels einstellen, was die Unterkunftskosten im Jahr 2026 erhöhen könnte.
Quelle: Reuters

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