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Spanien legt Starttermin für landesweiten 60-Euro-Transportpass auf den 19. Januar fest

Dez. 17, 2025
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Spanien legt Starttermin für landesweiten 60-Euro-Transportpass auf den 19. Januar fest
Das spanische Ministerium für Verkehr und nachhaltige Mobilität hat bestätigt, dass ab dem 19. Januar 2026 ein einheitliches Monatsticket für 60 € – bzw. 30 € für Reisende unter 26 Jahren – landesweit erhältlich sein wird. Minister Óscar Puente erklärte am 16. Dezember im staatlichen Sender TVE, dass das Ticket zunächst für alle Renfe Cercanías (S-Bahn) und Media Distancia (Regionalzüge) sowie für alle staatlichen Fernbusse gilt. Bestehende Tickets wie das 20-€-Cercanías-Ticket und kostenlose Fahrkarten für Kinder unter 15 Jahren bleiben weiterhin verfügbar, damit Unternehmen die bisher in Reisekostenrichtlinien vorgesehenen Erstattungen fortführen können.

Das Ministerium plant als nächsten Schritt die Integration von U-Bahn-, Straßenbahn- und Stadtbusnetzen. Dies erfordert jedoch bilaterale Abkommen mit Spaniens 17 autonomen Gemeinschaften und Hunderten von Stadtverwaltungen, die für den lokalen Nahverkehr zuständig sind. Eine Rahmenregelung im kommenden Königlichen Erlass wird es den Regionen ermöglichen, sich „einzuklinken“, sobald ihre Ticketingsysteme bereit sind – ein Vorgehen, das dem deutschen Deutschlandticket ähnelt, das als Vorbild für das spanische Modell dient.

Spanien legt Starttermin für landesweiten 60-Euro-Transportpass auf den 19. Januar fest


Für Geschäftsreisende und Umzugsmanager bietet das Ticket eine kalkulierbare Pauschale und reduziert den Verwaltungsaufwand, da keine Einzelnachweise für erstattungsfähige Kurzstreckenfahrten mit Bahn und Bus mehr nötig sind. Ein in London ansässiges Relocation-Unternehmen berichtete gegenüber Global Mobility News, dass seine Mitarbeiter, die nach Madrid oder Barcelona entsandt werden, durchschnittlich 180 € monatlich allein für Pendlerzüge ausgeben; das neue Ticket könnte diese Kosten um zwei Drittel senken. Arbeitgeber müssen jedoch klar kommunizieren, welche Verkehrsmittel ausgeschlossen sind (Hochgeschwindigkeitszüge AVE und private Fernbusanbieter sind vorerst nicht enthalten) und ob Tagespauschalen angepasst werden sollten.

Puente räumte ein, dass politische Spannungen mit oppositionell regierten Regionen die vollständige Integration verzögert haben, zeigte sich aber zuversichtlich, dass die wirtschaftlichen Vorteile diese letztlich überzeugen werden. „Wenn die Menschen sehen, wie gut das Ticket angenommen wird, wollen sie nicht außen vor bleiben“, so seine Einschätzung. Das Ministerium wird seine 40-prozentige Subvention für bestehende Mehrfahrtenkarten beibehalten, sodass das neue Ticket eine zusätzliche Option und kein Ersatz darstellt – ein Punkt, den der Minister betonte, um regionale Verkehrsunternehmen vor Einnahmeverlusten zu beruhigen.

Risiken bei der Umsetzung bleiben bestehen. Die fragmentierten Standards für Smartcards und die unterschiedlichen Tarifsysteme in Spanien könnten die Interoperabilität erschweren, insbesondere in Katalonien und dem Baskenland, wo Verkehrsverbünde eigene integrierte Karten nutzen. Der Erlass sieht daher eine Übergangsphase vor, in der Kontrolleure einen digitalen QR-Code akzeptieren, der über die nationale Renfe-App ausgestellt wird. Multinationale Unternehmen sollten ihre reisenden Mitarbeiter darauf hinweisen, vor dem Start die neuesten Versionen der Renfe- und Mitma-Apps (Ministerium für Verkehr) herunterzuladen.
Quelle: Europa Press

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