
In einem am Dienstagabend veröffentlichten Interview erklärte Berlins neue Mobilitätssenatorin Ute Bonde (CDU), dass der Hauptstadtflughafen BER innerhalb des nächsten Jahrzehnts eine dritte Startbahn benötigen werde, um wettbewerbsfähig zu bleiben und Langstreckenfluggesellschaften anzuziehen. Bonde schlug zudem vor, Fluggesellschaften bis zu fünf Landungen pro Jahr nach der aktuellen Mitternachtssperre zu erlauben, um wetterbedingte Ausweichflüge nach Hannover und Leipzig zu vermeiden.
Kapazitätsengpass – Der BER wickelte 2024 bereits 25,3 Millionen Passagiere ab und überschritt damit fast die Auslegungskapazität von 28 Millionen für eine einzelne Startbahn. Prognosen des Deutschen Luftverkehrsverbands gehen davon aus, dass die Nachfrage bis 2029 auf 35 Millionen Passagiere ansteigen wird, getrieben durch das Wachstum des Technologiesektors in Berlin und den Europa-Asien-Transferverkehr. Fluggesellschaften beklagen, dass die Knappheit an Slots und die generelle Sperrzeit von 00:00 bis 05:00 Uhr neue Strecken verhindern – Emirates strich 2023 Pläne für eine Dubai-Verbindung wegen der Sperrzeit, bevor Condor schließlich einen Kompromiss mit einem Tagesflug startete.
Politische Hürden – Ein Projekt für eine dritte Startbahn erfordert die Zustimmung der brandenburgischen Landesregierung, die das Flughafengelände besitzt und eine Lockerung der Sperrzeit strikt ablehnt. Umweltverbände planen bereits Klagen und verweisen auf die Lärmbelastung in dicht besiedelten Vororten wie Blankenfelde. Bonde betont, dass vorläufige Machbarkeitsstudien aus dem operativen Überschuss des BER finanziert werden können, ohne eine verbindliche Bauentscheidung zu treffen.
Auswirkungen für Unternehmen – Multinationale Konzerne mit Berliner Standorten, insbesondere aus den Bereichen Biotechnologie und Software, würden von mehr interkontinentalen Flugoptionen profitieren und wären weniger auf die Drehkreuze Frankfurt (FRA) und München (MUC) angewiesen. Umzugsberater weisen darauf hin, dass einfachere Direktflüge Berlin als Standort für Expatriates attraktiver machen könnten. Gleichzeitig könnten Anwohner entlang der Flugrouten strengere Lärmschutzmaßnahmen fordern, was Kosten und Unsicherheiten erhöhen würde.
Nächste Schritte – Der Aufsichtsrat des BER wird im Januar 2026 einen Kapazitäts-Masterplan diskutieren. Die Senatorin wird ihren Vorschlag zur Flexibilisierung der Nachtflüge im Frühjahr der gemeinsamen Luftfahrtkommission Berlin-Brandenburg vorlegen. Geschäftsreisende sollten in der Zwischenzeit die Slot-Anmeldungen für den Sommerflugplan 2026 (S26) beobachten, da Fluggesellschaften die Nachfrage mit späten Ankünften testen könnten, bevor es zu einer umfassenderen Änderung der Sperrzeit kommt.
Kapazitätsengpass – Der BER wickelte 2024 bereits 25,3 Millionen Passagiere ab und überschritt damit fast die Auslegungskapazität von 28 Millionen für eine einzelne Startbahn. Prognosen des Deutschen Luftverkehrsverbands gehen davon aus, dass die Nachfrage bis 2029 auf 35 Millionen Passagiere ansteigen wird, getrieben durch das Wachstum des Technologiesektors in Berlin und den Europa-Asien-Transferverkehr. Fluggesellschaften beklagen, dass die Knappheit an Slots und die generelle Sperrzeit von 00:00 bis 05:00 Uhr neue Strecken verhindern – Emirates strich 2023 Pläne für eine Dubai-Verbindung wegen der Sperrzeit, bevor Condor schließlich einen Kompromiss mit einem Tagesflug startete.
Politische Hürden – Ein Projekt für eine dritte Startbahn erfordert die Zustimmung der brandenburgischen Landesregierung, die das Flughafengelände besitzt und eine Lockerung der Sperrzeit strikt ablehnt. Umweltverbände planen bereits Klagen und verweisen auf die Lärmbelastung in dicht besiedelten Vororten wie Blankenfelde. Bonde betont, dass vorläufige Machbarkeitsstudien aus dem operativen Überschuss des BER finanziert werden können, ohne eine verbindliche Bauentscheidung zu treffen.
Auswirkungen für Unternehmen – Multinationale Konzerne mit Berliner Standorten, insbesondere aus den Bereichen Biotechnologie und Software, würden von mehr interkontinentalen Flugoptionen profitieren und wären weniger auf die Drehkreuze Frankfurt (FRA) und München (MUC) angewiesen. Umzugsberater weisen darauf hin, dass einfachere Direktflüge Berlin als Standort für Expatriates attraktiver machen könnten. Gleichzeitig könnten Anwohner entlang der Flugrouten strengere Lärmschutzmaßnahmen fordern, was Kosten und Unsicherheiten erhöhen würde.
Nächste Schritte – Der Aufsichtsrat des BER wird im Januar 2026 einen Kapazitäts-Masterplan diskutieren. Die Senatorin wird ihren Vorschlag zur Flexibilisierung der Nachtflüge im Frühjahr der gemeinsamen Luftfahrtkommission Berlin-Brandenburg vorlegen. Geschäftsreisende sollten in der Zwischenzeit die Slot-Anmeldungen für den Sommerflugplan 2026 (S26) beobachten, da Fluggesellschaften die Nachfrage mit späten Ankünften testen könnten, bevor es zu einer umfassenderen Änderung der Sperrzeit kommt.
Quelle: Welt