
Brasilien startet 2026 mit einer der umfassendsten Einwanderungsreformen seit dem Migrationsgesetz von 2017. Die interministerielle Verordnung 60/2025 – veröffentlicht im Diário Oficial und seit dem 1. Januar 2026 in Kraft – hebt die bisherige Vielzahl länderspezifischer humanitärer Visa-Programme auf, die in den letzten zehn Jahren für Afghanen, Haitianer, Syrer, Ukrainer und andere gefährdete Gruppen eingeführt wurden. Stattdessen werden die Ministerien für Justiz und Auswärtige Angelegenheiten künftig gemeinsame Ad-hoc-Verordnungen erlassen, die (1) die betroffenen Nationalitäten benennen und (2) die Krisensituationen beschreiben, die den Schutz rechtfertigen.
Theoretisch ermöglicht der neue Mechanismus Brasília mehr Flexibilität: Die Regierung kann Nationalitäten über Nacht hinzufügen oder streichen, ohne eine komplett neue Verordnung verfassen zu müssen. In der Praxis entsteht jedoch eine unmittelbare Lücke: Bis zur Veröffentlichung der ersten Berechtigungsliste haben brasilianische Konsulate weltweit die Ausstellung humanitärer Visa ausgesetzt und bereits Termine im Januar storniert. NGOs, die früher afghanische Evakuierte betreuten, berichten, dass ihnen geraten wird, „auf weitere Anweisungen zu warten oder andere Visakategorien in Betracht zu ziehen“.
Arbeitgeber, die auf humanitäre Visa angewiesen waren, um Journalisten und Auftragnehmer aus Krisengebieten umzusiedeln, müssen nun ein neues „Gastgeber-Verpflichtungsschreiben“ von einer vom Bundesstaat offiziell anerkannten brasilianischen NGO vorlegen – ein zusätzliches Dokument, das es unter den alten Regeln nicht gab. Rechtsexperten empfehlen, Checklisten sofort zu aktualisieren, da Einwanderungsprüfer unvollständige Akten nicht mehr tolerieren werden. Während Gehaltsgrenzen und Ansprüche im Bereich der öffentlichen Gesundheit unverändert bleiben, unterliegen alle Anträge auf Familienzusammenführung oder Verlängerung, die nach dem 1. Januar eingereicht werden, dem neuen Regelwerk.
Der Erfolg der Reform wird sich an der Geschwindigkeit der Umsetzung messen lassen. Die erste Bewährungsprobe ist, wie schnell die Ministerien eine Berechtigungsliste veröffentlichen – Ukraine, Gaza und Venezuela gelten als die wahrscheinlichsten Kandidaten – und ob NGOs die Kapazitäten für Unterbringung und Integration rasch ausbauen können. Unternehmen mit Inhabern humanitärer Visa in Brasilien sollten diese daran erinnern, dass ihre Aufenthaltstitel weiterhin gültig sind, während zukünftige Angehörige unter das neue System fallen. Mobility-Manager sollten die konsularischen Mitteilungen täglich verfolgen und Notfall-Reisepläne für gefährdete Mitarbeiter vorbereiten.
Theoretisch ermöglicht der neue Mechanismus Brasília mehr Flexibilität: Die Regierung kann Nationalitäten über Nacht hinzufügen oder streichen, ohne eine komplett neue Verordnung verfassen zu müssen. In der Praxis entsteht jedoch eine unmittelbare Lücke: Bis zur Veröffentlichung der ersten Berechtigungsliste haben brasilianische Konsulate weltweit die Ausstellung humanitärer Visa ausgesetzt und bereits Termine im Januar storniert. NGOs, die früher afghanische Evakuierte betreuten, berichten, dass ihnen geraten wird, „auf weitere Anweisungen zu warten oder andere Visakategorien in Betracht zu ziehen“.
Arbeitgeber, die auf humanitäre Visa angewiesen waren, um Journalisten und Auftragnehmer aus Krisengebieten umzusiedeln, müssen nun ein neues „Gastgeber-Verpflichtungsschreiben“ von einer vom Bundesstaat offiziell anerkannten brasilianischen NGO vorlegen – ein zusätzliches Dokument, das es unter den alten Regeln nicht gab. Rechtsexperten empfehlen, Checklisten sofort zu aktualisieren, da Einwanderungsprüfer unvollständige Akten nicht mehr tolerieren werden. Während Gehaltsgrenzen und Ansprüche im Bereich der öffentlichen Gesundheit unverändert bleiben, unterliegen alle Anträge auf Familienzusammenführung oder Verlängerung, die nach dem 1. Januar eingereicht werden, dem neuen Regelwerk.
Der Erfolg der Reform wird sich an der Geschwindigkeit der Umsetzung messen lassen. Die erste Bewährungsprobe ist, wie schnell die Ministerien eine Berechtigungsliste veröffentlichen – Ukraine, Gaza und Venezuela gelten als die wahrscheinlichsten Kandidaten – und ob NGOs die Kapazitäten für Unterbringung und Integration rasch ausbauen können. Unternehmen mit Inhabern humanitärer Visa in Brasilien sollten diese daran erinnern, dass ihre Aufenthaltstitel weiterhin gültig sind, während zukünftige Angehörige unter das neue System fallen. Mobility-Manager sollten die konsularischen Mitteilungen täglich verfolgen und Notfall-Reisepläne für gefährdete Mitarbeiter vorbereiten.
Quelle: VisaHQ – Global Mobility News