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Landesweiter Bahnstreik am 10. Januar legt den Zugverkehr in Italien lahm

Jan. 11, 2026
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Landesweiter Bahnstreik am 10. Januar legt den Zugverkehr in Italien lahm
Zugreisende in ganz Italien erwachten am Samstag mit Ausfällen und erheblichen Verspätungen, da ein achtstündiger Streik der Wartungsmannschaften der Rete Ferroviaria Italiana (RFI) mit einem separaten 24-stündigen Streik der Lokführer und Zugbegleiter zusammenfiel. Die gemeinsame Aktion betrifft sowohl die Hochgeschwindigkeitszüge Frecciarossa und Italo als auch Regionalzüge von Trenord und Trenitalia und stört die Flughafenverbindungen zu Mailand Malpensa, Rom Fiumicino und Venedig Marco Polo.

Garantierte Mindestverbindungen verkehren in den Zeitfenstern von 07:00 bis 10:00 Uhr und 18:00 bis 21:00 Uhr, doch die Betreiber warnen, dass die Verfügbarkeit von Fahrzeugen und Personal auch außerhalb der offiziellen Streikzeiten unregelmäßig bleiben wird. Für einige Flughafenstrecken sind Ersatzbusse eingerichtet, dennoch haben sich die Wartezeiten an den Bahnhöfen bereits um bis zu 90 Minuten verlängert.

Landesweiter Bahnstreik am 10. Januar legt den Zugverkehr in Italien lahm


Für Geschäftsreisende kommt der Streik zu einem kritischen Zeitpunkt: Viele multinationale Unternehmen planen ihre Jahresauftakt-Meetings in Mailand und Rom in der zweiten Januarwoche. Reiseleiter raten Führungskräften, auf virtuelle Teilnahme umzusteigen oder über die Flughäfen Bologna, Verona oder Zürich umzubuchen und die letzte Strecke mit dem Auto zurückzulegen. Unternehmen sollten ihre reisenden Mitarbeiter zudem an die EU-261-Entschädigungsrechte erinnern, falls Anschlussflüge wegen der Bahnstreiks verpasst werden.

Die Gewerkschaften fordern angesichts einer Inflation von fünf Prozent höhere Löhne und sicherere Personalverhältnisse nach einer Reihe von Beinahe-Unfällen im Jahr 2025. Regierungsvermittler haben beide Seiten für nächste Woche zu Gesprächen eingeladen, doch Arbeitsmarktexperten rechnen mit weiteren Streiks im Februar, falls die Verhandlungen scheitern. Mobilitätsteams mit vielen Pendlern sollten daher ihre Business-Continuity-Pläne aktualisieren und flexible Arbeitsmodelle für Büroangestellte kommunizieren, die die Innenstädte nicht erreichen können.

Reisende können aktuelle Informationen in Echtzeit über die Apps von Trenitalia und Italo oder den Streikkalender des Verkehrsministeriums abrufen. Inhaber nicht erstattungsfähiger Tickets können bis zum 17. Januar ohne Strafgebühr umbuchen, sofern Plätze verfügbar sind.
Quelle: InTrieste

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