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Polen verlängert den vorübergehenden Schutz für eine Million Ukrainer bis zum 4. März 2026

Jan. 12, 2026
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Polen verlängert den vorübergehenden Schutz für eine Million Ukrainer bis zum 4. März 2026
Warschau hat stillschweigend das Sondergesetz zur Unterstützung ukrainischer Staatsbürger geändert und alle Rechte im Zusammenhang mit dem EU-Status des vorübergehenden Schutzes bis zum 4. März 2026 verlängert. Rund eine Million vertriebene Ukrainer – viele davon bereits in polnischen Fabriken, IT-Zentren und Logistikunternehmen integriert – behalten das Recht, unter einem reinen Meldeverfahren auf der Plattform praca.gov.pl in Polen zu leben und zu arbeiten.

Da die Notaufnahme nun weitgehend abgeschlossen ist, richtet die Regierung ihren Fokus auf die langfristige Integration. Ein neues Netzwerk nationaler Integrationszentren wird regionale Behörden mit NGOs verknüpfen, um Polnischkurse, Kompetenzbewertungen und Jobvermittlungen anzubieten. Die Daten dieser Zentren fließen in ein öffentliches Dashboard ein, das Beschäftigung, Leistungsbezug und Schulbesuch bis auf Kreisebene abbildet – und Arbeitgebern damit eine bisher unerreichte Transparenz über lokale Talente verschafft.

Polen verlängert den vorübergehenden Schutz für eine Million Ukrainer bis zum 4. März 2026


Für Mobility-Teams in Unternehmen beseitigt die Verlängerung das Risiko eines abrupten Endes: Ukrainische Mitarbeitende können weiterhin ohne vollständige Arbeitserlaubnis arbeiten, und Neueinstellungen sind innerhalb von nur 24 Stunden möglich. Zwei Einschränkungen zeichnen sich jedoch ab: Ab Mitte 2026 wird die polnische Kinderbeihilfe von 800 PLN pro Kind nur noch gezahlt, wenn mindestens ein Elternteil formal beschäftigt ist, was mehr Begünstigte in reguläre Arbeitsverhältnisse drängt. Zudem verlieren nicht versicherte Erwachsene einige kostenlose medizinische Leistungen, was den Wert arbeitgeberfinanzierter Krankenversicherungen erhöht.

Fazit: Warschau erkennt an, dass die meisten Ukrainer mittelfristig bleiben werden, und verlagert die Kosten von humanitären Hilfsprogrammen hin zur Integration in den Arbeitsmarkt. Arbeitgeber, die frühzeitig in Sprach- und Weiterbildungsprogramme investieren, dürften sich auf Polens angespanntem Arbeitsmarkt einen Wettbewerbsvorteil sichern.
Quelle: VisaHQ Global Mobility News

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