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ÖBB warnt landesweit vor Reisebehinderungen: Eissturm legt Österreichs Fernverkehrsnetz lahm

Jan. 16, 2026
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ÖBB warnt landesweit vor Reisebehinderungen: Eissturm legt Österreichs Fernverkehrsnetz lahm
Der staatliche österreichische Bahnoperator ÖBB ergriff am späten 12. Januar die außergewöhnliche Maßnahme, eine landesweite „Reisewarnung“ zu veröffentlichen, nachdem Wettervorhersagen vor einem Band von unterkühltem Regen warnten, das das Donautal überqueren sollte. Am Morgen des 13. Januar waren die Oberleitungen auf der wichtigen Strecke Wien–St. Pölten–Salzburg West mit Eis überzogen, was zur Absage oder Verkürzung zahlreicher Railjet-, WESTbahn- und Nightjet-Verbindungen am Bahnhof Wien-Meidling führte, um die Hauptstation zu entlasten.

Für Mobilitätsmanager war die sofortige Herausforderung die Einstellung der CAT- und S-Bahn-Verbindungen zum Flughafen, wodurch die wichtigste Schienen-Luft-Verbindung für Geschäftsreisende zum Flughafen Wien (VIE) unterbrochen wurde. Die ÖBB reagierte schnell und hob die „Zugbindung“ für alle inländischen Tickets, die vor dem 12. Januar ausgestellt wurden, auf. So konnten gestrandete Fahrgäste ohne Strafgebühren umbuchen oder Erstattungen beantragen – ein Präzedenzfall, den viele Firmenreisepolitiken künftig als Best Practice übernehmen werden.

ÖBB warnt landesweit vor Reisebehinderungen: Eissturm legt Österreichs Fernverkehrsnetz lahm


Auch der Güterverkehr spürte die Auswirkungen. Rail Cargo Austria leitete zeitkritische Automobilkomponenten über die Tauern- und Brennerkorridore um, was zu Verzögerungen von bis zu acht Stunden und geschätzten Mehrkosten von drei Millionen Euro für deutsche Montagewerke führte. Die städtischen Streudienste in Wien, Niederösterreich und der Steiermark erhielten die Erlaubnis, die üblichen Umweltgrenzwerte zu überschreiten, um Straßenbahnschienen und Busspuren eisfrei zu halten. Dennoch verzeichneten Mobilitäts-Apps am Arbeitsplatz bis zu 18 Prozent mehr Fehlzeiten, da Pendler lieber zu Hause blieben.

Der Vorfall unterstreicht die Notwendigkeit robuster Wetterklauseln in Lieferverträgen sowie Echtzeit-Kommunikationskanäle zwischen Reisestellen und Mitarbeitern im Einsatz. Unternehmen mit Mitarbeitern, die diesen Winter durch Österreich reisen, wird empfohlen, eSIM-Datenpakete vorab zu laden, physische Ausweisdokumente griffbereit zu halten – falls kurzfristige Busumleitungen Grenzen überschreiten – und Notfallbudgets für Übernachtungen zu prüfen.

Langfristig hat das Klimaschutzministerium eine Untersuchung angekündigt, ob kritische Bahnknotenpunkte mit beheizten Oberleitungen oder Eisabstreifern ausgestattet werden sollten – ein Schritt, der laut Wirtschaftskreisen sich bereits bei einem einzigen schweren Wetterereignis bezahlt machen würde.
Quelle: VisaHQ – Global Mobility News

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