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ÖBB warnt landesweit vor Reisebeeinträchtigungen durch Eissturm – Fernverkehrsverbindungen unterbrochen

Jan. 14, 2026
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ÖBB warnt landesweit vor Reisebeeinträchtigungen durch Eissturm – Fernverkehrsverbindungen unterbrochen
Die österreichische Staatsbahn ÖBB ergriff am späten 12. Januar die ungewöhnliche Maßnahme, eine offizielle „Reisewarnung“ herauszugeben und Reisende zu bitten, nicht notwendige Fahrten zu verschieben, nachdem Wettervorhersagen für die östliche Landeshälfte eine Nacht mit gefrierendem Regen prognostizierten. Bereits zum morgendlichen Berufsverkehr am 13. Januar bestätigte sich die Warnung: Dutzende Verbindungen auf der stark frequentierten Strecke Wien–St. Pölten–Salzburg wurden gestrichen, während die Fernzüge Railjet aus Kapazitätsgründen bereits in Wien-Meidling endeten und nicht wie üblich bis Wien Hauptbahnhof fuhren.

Die Verbindungen zum Flughafen Wien wurden bis zum frühen Nachmittag komplett eingestellt, wodurch die gewohnte Schienen-Luft-Verknüpfung, auf die viele Geschäftsreisende angewiesen sind, unterbrochen war. Die ÖBB teilte mit, dass der City Airport Train (CAT) und die S-Bahn zwar mit reduzierter Geschwindigkeit weiterfuhren, riet den Fahrgästen jedoch, aktuelle Informationen einzuholen und mit verlängerten Fahrzeiten zu rechnen. Zudem wurden die „Zugbindung“-Regeln für alle inländischen Tickets, die bis zum 12. Januar gekauft wurden, vorübergehend aufgehoben, sodass Reisende ohne Strafgebühren umbuchen oder Erstattungen beantragen konnten.

ÖBB warnt landesweit vor Reisebeeinträchtigungen durch Eissturm – Fernverkehrsverbindungen unterbrochen


Auch der Güterverkehr war betroffen. Rail Cargo Austria meldete Eisbildung an den Oberleitungen, was zur Umleitung mehrerer transalpiner Güterzüge mit Automobilteilen und Unterhaltungselektronik führte, die für deutsche Montagewerke bestimmt sind. Logistikexperten schätzen, dass jede 24-stündige Störung auf der Weststrecke Herstellern Produktionsausfälle von bis zu drei Millionen Euro verursachen kann.

Die Stadtverwaltungen in Wien, Niederösterreich und der Steiermark setzten zusätzliche Streudienste ein und hoben zeitweise Umweltauflagen für den Einsatz von Streusalz auf, um Busspuren und Straßenbahngleise befahrbar zu halten. Dennoch verzeichneten Mobilitäts-Apps für den Arbeitsweg im Großraum Wien einen Anstieg der Fehlzeiten um 15 bis 18 Prozent, da viele Pendler zu Hause blieben.

Für Personal- und Mobilitätsmanager bieten die flexiblen Umbuchungsregelungen der ÖBB ein Modell, um den Reisestress der Mitarbeiter zu reduzieren. Experten empfehlen, die Firmenreisepolitik entsprechend anzupassen und diese Optionen proaktiv zu kommunizieren – gerade in mitteleuropäischen Wintern, wenn Eisregen dieser Stärke, wenn auch selten, den multimodalen Verkehr lahmlegen kann.
Quelle: ORF

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