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Eissturm legt alle Flüge am Flughafen Wien lahm und sorgt für Dominoeffekt bei Geschäftsreisen in Europa

Jan. 15, 2026
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Eissturm legt alle Flüge am Flughafen Wien lahm und sorgt für Dominoeffekt bei Geschäftsreisen in Europa
Gefrierender Nieselregen verwandelte die Start- und Landebahnen des Flughafens Wien-Schwechat kurz nach 07:00 Uhr MEZ am 13. Januar in eine Eisfläche, was zu einem vollständigen Stillstand des Flugbetriebs bis zum Nachmittag führte. Innerhalb der ersten sechs Stunden wurden über 120 Flüge gestrichen – darunter auch die lukrativen Morgenverbindungen der Austrian Airlines – und Langstreckenflüge nach Chicago, Newark und Tokio fielen komplett aus. Flughafensprecher Peter Kleemann erklärte, dass die unterkühlten Wassertropfen schneller wieder gefroren als das Personal Glykol auftragen konnte, während Personalmangel dazu führte, dass nur zwei Enteisungsflächen verfügbar waren.

Da Wien als Tor nach Mittel- und Südosteuropa fungiert, waren die Auswirkungen sofort spürbar. Reisende in Richtung Bratislava, Budapest und auf den Balkan wurden über München, Frankfurt oder Venedig umgeleitet, was die Hotelkapazitäten schnell erschöpfte und die Last-Minute-Flugpreise um 40 Prozent in die Höhe trieb. Die Fluggesellschaften der Lufthansa Group setzten freiwillige Umbuchungsregelungen in Kraft und verzichteten auf Umbuchungsgebühren; Geschäftsreisemanagements bemühten sich, Bahnalternativen zu organisieren, die jedoch ebenfalls durch das gleiche Wetterphänomen eingeschränkt waren.

Eissturm legt alle Flüge am Flughafen Wien lahm und sorgt für Dominoeffekt bei Geschäftsreisen in Europa


Die österreichische Autobahngesellschaft ASFINAG senkte die Geschwindigkeitsbegrenzungen auf der A2 und A21 und meldete dutzende kleinere Unfälle. Die ÖBB stellte den City Airport Train (CAT) und die S-Bahn-Verbindungen zum Flughafen ein, wodurch der wichtigste Verkehrsknotenpunkt des Landes für sechs Stunden faktisch isoliert war. Analysten von ForwardKeys schätzen den direkten wirtschaftlichen Schaden auf 9 bis 12 Millionen Euro, wenn man Entschädigungen für Passagiere, verpasste Anschlussflüge und Frachtverzögerungen berücksichtigt.

Wichtige Erkenntnisse für Unternehmen sind, mehrere Drehkreuze in den Reisendenprofilen zu hinterlegen, sicherzustellen, dass Mitarbeiter Mehrfacheinreise-Schengen-Visa besitzen, um kurzfristige Umleitungen zu ermöglichen, und wetterbedingte Klauseln in Veranstaltungs- und Lieferantenverträge aufzunehmen. Der Flughafen Wien hat bereits eine Überprüfung seiner Enteisungskapazitäten eingeleitet, doch Gewerkschaften warnen, dass Personallücken eine Achillesferse bleiben, solange die Winterzuschläge für Überstunden nicht erhöht werden.

Obwohl der Betrieb am 14. Januar nahezu normal wieder aufgenommen wurde, werden Restprobleme bei der Crew-Rotation bis zum Wochenende anhalten. Mobilitätsteams sollten weitere arktische Fronten im Auge behalten und Reisende darauf hinweisen, dass selbst ein kurzer Zwischenstopp in Wien nun zu Störungen in mehreren Ländern führen kann.
Quelle: VisaHQ – Global Mobility News

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