
In einer stillen, aber weitreichenden politischen Änderung hat die französische Regierung ab diesem Monat eine verpflichtende „examen civique“ für alle eingeführt, die eine mehrjährige Aufenthaltserlaubnis oder die Einbürgerung beantragen. Die Änderung ist in einem offiziellen Regierungsschreiben „Ce qui change en janvier 2026“ dokumentiert, zuletzt aktualisiert am 12. Januar.
Nach der neuen Regel müssen Drittstaatsangehörige, die eine mehrjährige Aufenthaltserlaubnis – wie den beliebten vierjährigen Passeport Talent – oder die französische Staatsbürgerschaft anstreben, nun einen Test bestehen, der Kenntnisse über republikanische Werte, Laizität sowie alltägliche bürgerliche Rechte und Pflichten abfragt. Bisher wurde dieses Wissen informell während Sprachkursen oder bei Gesprächen in der Präfektur überprüft; der formalisierte Test bringt Frankreich näher an die Modelle „Life in the UK“ und die deutsche Einbürgerung heran.
Praktisch wird die Prüfung von OFII-zertifizierten Sprachzentren durchgeführt und soll zwischen 60 und 80 Euro kosten, wobei die örtlichen Präfekturen bei Flüchtlingen und einkommensschwachen Antragstellern Gebührenerlasse gewähren können. Die Bearbeitungszeiten dürften sich um vier bis sechs Wochen verlängern, da die Antragsteller den Test terminieren und auf die Ergebnisse warten müssen – ein wichtiger Faktor für Arbeitgeber, die im Frühjahr Arbeitserlaubnisse für entsandte Mitarbeiter verlängern.
Für Teams im Bereich globale Mobilität ist die Botschaft klar: Der Test muss in die Projektzeitpläne integriert und Vorbereitungsmaterialien bereitgestellt werden. Erste Rückmeldungen von Relocation-Firmen deuten darauf hin, dass hochqualifizierte Mitarbeiter mit engen Einarbeitungsfristen – insbesondere innergemeinschaftliche EU-Entsendungen, die bisher von vereinfachten Verlängerungen profitierten – durch diesen zusätzlichen Schritt überrascht werden könnten. Unternehmen wird empfohlen, professionelle Coachings einzuplanen oder die Vorbereitung auf den Bürgertest in bestehende Französisch-Sprachkurse zu integrieren.
Das Innenministerium argumentiert, die Maßnahme werde die Integrationsergebnisse und den sozialen Zusammenhalt stärken. Kritiker, darunter mehrere Anwaltskammern, warnen jedoch, dass dadurch ein Zwei-Klassen-System entstehen könnte, das Arbeitnehmer mit befristeten Verträgen benachteiligt, wenn sie vor Ablauf ihres aktuellen Status keinen Testtermin erhalten.
Obwohl die Regelung nicht parlamentarisch abgestimmt wurde, spiegelt sie eine generelle Verschärfung der öffentlichen Erwartungen an die Integration im Vorfeld der Präsidentschaftswahl 2027 wider. Mobilitätsverantwortliche sollten die Vorgaben der Präfekturen genau beobachten, da sich Details zur Umsetzung – etwa zu erforderlichen Bestehensnoten und Wiederholungsregelungen – in den kommenden Wochen noch ändern können.
Nach der neuen Regel müssen Drittstaatsangehörige, die eine mehrjährige Aufenthaltserlaubnis – wie den beliebten vierjährigen Passeport Talent – oder die französische Staatsbürgerschaft anstreben, nun einen Test bestehen, der Kenntnisse über republikanische Werte, Laizität sowie alltägliche bürgerliche Rechte und Pflichten abfragt. Bisher wurde dieses Wissen informell während Sprachkursen oder bei Gesprächen in der Präfektur überprüft; der formalisierte Test bringt Frankreich näher an die Modelle „Life in the UK“ und die deutsche Einbürgerung heran.
Praktisch wird die Prüfung von OFII-zertifizierten Sprachzentren durchgeführt und soll zwischen 60 und 80 Euro kosten, wobei die örtlichen Präfekturen bei Flüchtlingen und einkommensschwachen Antragstellern Gebührenerlasse gewähren können. Die Bearbeitungszeiten dürften sich um vier bis sechs Wochen verlängern, da die Antragsteller den Test terminieren und auf die Ergebnisse warten müssen – ein wichtiger Faktor für Arbeitgeber, die im Frühjahr Arbeitserlaubnisse für entsandte Mitarbeiter verlängern.
Für Teams im Bereich globale Mobilität ist die Botschaft klar: Der Test muss in die Projektzeitpläne integriert und Vorbereitungsmaterialien bereitgestellt werden. Erste Rückmeldungen von Relocation-Firmen deuten darauf hin, dass hochqualifizierte Mitarbeiter mit engen Einarbeitungsfristen – insbesondere innergemeinschaftliche EU-Entsendungen, die bisher von vereinfachten Verlängerungen profitierten – durch diesen zusätzlichen Schritt überrascht werden könnten. Unternehmen wird empfohlen, professionelle Coachings einzuplanen oder die Vorbereitung auf den Bürgertest in bestehende Französisch-Sprachkurse zu integrieren.
Das Innenministerium argumentiert, die Maßnahme werde die Integrationsergebnisse und den sozialen Zusammenhalt stärken. Kritiker, darunter mehrere Anwaltskammern, warnen jedoch, dass dadurch ein Zwei-Klassen-System entstehen könnte, das Arbeitnehmer mit befristeten Verträgen benachteiligt, wenn sie vor Ablauf ihres aktuellen Status keinen Testtermin erhalten.
Obwohl die Regelung nicht parlamentarisch abgestimmt wurde, spiegelt sie eine generelle Verschärfung der öffentlichen Erwartungen an die Integration im Vorfeld der Präsidentschaftswahl 2027 wider. Mobilitätsverantwortliche sollten die Vorgaben der Präfekturen genau beobachten, da sich Details zur Umsetzung – etwa zu erforderlichen Bestehensnoten und Wiederholungsregelungen – in den kommenden Wochen noch ändern können.