
Hunderte Schwerlastfahrzeuge aus Bosnien-Herzegowina, Serbien, Nordmazedonien und Montenegro bildeten am 26. Januar rollierende Blockaden an wichtigen Güterübergängen, nachdem die EU die vollständige Umsetzung des neuen elektronischen Ein- und Ausreisesystems (EES) begonnen hatte. Obwohl die Proteste außerhalb der österreichischen Grenzen stattfanden, wurde der Nord-Süd-Korridor, der Autoteile, Frischwaren und Konsumgüter zu Verteilzentren rund um Graz und Wien transportiert, sofort erheblich gestört.
Nach dem EES müssen Nicht-EU-Bürger – darunter auch Berufskraftfahrer – nun die Schengen-Regel „90 Tage innerhalb von 180 Tagen“ minutengenau einhalten. Die Transportunternehmen argumentieren, dass regelmäßige Grenzübertritte das Kontingent schnell erschöpfen, was Fahrer entweder strandet oder mit Bußgeldern von bis zu 10.000 Euro und mehrjährigen Einreiseverboten konfrontiert. Laut dem regionalen Branchenverband ČESMAD wurden in den letzten zwei Wochen bereits mehrere Balkan-Lkw-Fahrer an österreichischen und slowenischen Grenzposten festgehalten oder abgeschoben.
Österreichische Hersteller zeigen sich besorgt. Der Logistikleiter von Magna Steyr berichtete der steirischen Wirtschaftskammer, dass Teilelieferungen aus Serbien am Montag um bis zu 24 Stunden verzögert wurden, was den Einsatz teurerer Schienenfracht als Notlösung erforderlich machte. Die Einzelhandelsgruppe Spar Österreich erklärte, dass verderbliche Waren für ihr Wiener Lager über Kroatien umgeleitet wurden, was vier Stunden mehr Fahrzeit und höhere Treibstoffkosten bedeutete.
Wien hat sich bislang nicht öffentlich geäußert, doch Beamte im Bundesministerium für Verkehr bestätigten der APA, dass Österreich bei der Europäischen Kommission eine berufliche Ausnahmegenehmigung ähnlich der „Crew Member“-Regelung in der Luftfahrt beantragen wird. Die Sprecherin der Kommission, Anitta Hipper, räumte ein, dass das Thema geprüft werde.
Für Mobilitätsmanager steht nun die kurzfristige Krisenplanung im Vordergrund: Lieferantenrisiken im Balkan-Straßengüterverkehr analysieren, Spediteure anweisen, die Schengen-Tage der Fahrer in Echtzeit zu überwachen, und alternative multimodale Routen über Koper oder Triest vorbereiten, falls die Blockaden zunehmen.
Nach dem EES müssen Nicht-EU-Bürger – darunter auch Berufskraftfahrer – nun die Schengen-Regel „90 Tage innerhalb von 180 Tagen“ minutengenau einhalten. Die Transportunternehmen argumentieren, dass regelmäßige Grenzübertritte das Kontingent schnell erschöpfen, was Fahrer entweder strandet oder mit Bußgeldern von bis zu 10.000 Euro und mehrjährigen Einreiseverboten konfrontiert. Laut dem regionalen Branchenverband ČESMAD wurden in den letzten zwei Wochen bereits mehrere Balkan-Lkw-Fahrer an österreichischen und slowenischen Grenzposten festgehalten oder abgeschoben.
Österreichische Hersteller zeigen sich besorgt. Der Logistikleiter von Magna Steyr berichtete der steirischen Wirtschaftskammer, dass Teilelieferungen aus Serbien am Montag um bis zu 24 Stunden verzögert wurden, was den Einsatz teurerer Schienenfracht als Notlösung erforderlich machte. Die Einzelhandelsgruppe Spar Österreich erklärte, dass verderbliche Waren für ihr Wiener Lager über Kroatien umgeleitet wurden, was vier Stunden mehr Fahrzeit und höhere Treibstoffkosten bedeutete.
Wien hat sich bislang nicht öffentlich geäußert, doch Beamte im Bundesministerium für Verkehr bestätigten der APA, dass Österreich bei der Europäischen Kommission eine berufliche Ausnahmegenehmigung ähnlich der „Crew Member“-Regelung in der Luftfahrt beantragen wird. Die Sprecherin der Kommission, Anitta Hipper, räumte ein, dass das Thema geprüft werde.
Für Mobilitätsmanager steht nun die kurzfristige Krisenplanung im Vordergrund: Lieferantenrisiken im Balkan-Straßengüterverkehr analysieren, Spediteure anweisen, die Schengen-Tage der Fahrer in Echtzeit zu überwachen, und alternative multimodale Routen über Koper oder Triest vorbereiten, falls die Blockaden zunehmen.
Quelle: Associated Press