
Italien bereitet sich auf eine weitere Phase von Flugausfällen vor, nachdem die Piloten-Gewerkschaft ANPAC und die Kabinengewerkschaft USB Lavoro Aereo offiziell einen Streik bei easyJet für Samstag, den 31. Januar 2026, angekündigt haben. Der koordinierte Ausstand soll von 13:00 bis 17:00 Uhr Ortszeit stattfinden und betrifft alle Basen, an denen die britische Billigfluggesellschaft Crews stationiert, darunter Mailand-Malpensa, Mailand-Linate, Rom-Fiumicino, Neapel, Venedig, Bari und Catania.
Nach dem italienischen Streikschutzgesetz sollen Flüge in den sogenannten „Garantierten Zeitfenstern“ (07:00–10:00 und 18:00–21:00 Uhr) planmäßig durchgeführt werden, doch im vierstündigen Streikfenster drohen Verspätungen oder Ausfälle. EasyJet bedient an einem typischen Winter-Samstag über 360 Strecken; Gewerkschaftsdaten zufolge könnten etwa ein Drittel davon gestrichen werden, falls der Streik wie geplant stattfindet.
Die Verhandlungen waren letzte Woche gescheitert, nachdem easyJet neue Regeln zur Dienstplangestaltung eingeführt hatte, um mit aggressivem Frequenzwachstum auf Inlandsstrecken gegen ITA Airways und Ryanair zu konkurrieren. Die Crews beklagen, dass sich die Arbeitstage wegen chronischer Engpässe bei der Bodenabfertigung in Malpensa und Fiumicino häufig bis an die gesetzliche Höchstdauer ausdehnen. EasyJet betont, eine Gehaltserhöhung von 6 % und zusätzliche Ruhetage angeboten zu haben, könne aber nicht alle Forderungen erfüllen, ohne Kapazitäten zu reduzieren.
Für Geschäftsreisende ist der Zeitpunkt ungünstig: Der 31. Januar fällt mit dem ersten Wochenende der Fieragricola in Verona und dem Beginn der Modesaison in Mailand zusammen. Reiseleiter mit wichtigen Terminen raten, auf Frühflüge umzubuchen, auf Bahnverbindungen wie Trenitalias Frecciarossa auszuweichen oder bei Strecken unter 400 Kilometern auf das Auto umzusteigen. Frachtspediteure, die hochwertige Modeproben transportieren, prüfen Straßentransporte nach Zürich, München und Nizza.
Historisch gesehen haben Streiks in der italienischen Luftfahrt oft Kettenreaktionen zur Folge: Flugzeuge und Crews, die während des Ausstands ausfallen, verursachen Verzögerungen bis in den Abend und teilweise sogar am nächsten Morgen; auch für Montag, den 3. Februar, könnten daher Termine betroffen sein. EasyJet kündigt an, 48 Stunden vor dem Streik eine Liste geschützter Flüge zu veröffentlichen und hat seine „Travel Options“-Richtlinie aktiviert, die kostenlose Umbuchungen, Umleitungen oder Erstattungen ermöglicht.
Der Vorfall verdeutlicht die Volatilität des industriellen Klimas in Italien, während Fluggesellschaften, Bodenabfertiger und Flugsicherungsdienste neue Verträge im Vorfeld der Olympischen Winterspiele 2026 verhandeln. Multinationale Unternehmen mit vielen Pendlern nach Mailand, Rom und in den Nordosten sollten im ersten Quartal 2026 zusätzliche Puffer in ihre Mobilitätsbudgets einplanen.
Nach dem italienischen Streikschutzgesetz sollen Flüge in den sogenannten „Garantierten Zeitfenstern“ (07:00–10:00 und 18:00–21:00 Uhr) planmäßig durchgeführt werden, doch im vierstündigen Streikfenster drohen Verspätungen oder Ausfälle. EasyJet bedient an einem typischen Winter-Samstag über 360 Strecken; Gewerkschaftsdaten zufolge könnten etwa ein Drittel davon gestrichen werden, falls der Streik wie geplant stattfindet.
Die Verhandlungen waren letzte Woche gescheitert, nachdem easyJet neue Regeln zur Dienstplangestaltung eingeführt hatte, um mit aggressivem Frequenzwachstum auf Inlandsstrecken gegen ITA Airways und Ryanair zu konkurrieren. Die Crews beklagen, dass sich die Arbeitstage wegen chronischer Engpässe bei der Bodenabfertigung in Malpensa und Fiumicino häufig bis an die gesetzliche Höchstdauer ausdehnen. EasyJet betont, eine Gehaltserhöhung von 6 % und zusätzliche Ruhetage angeboten zu haben, könne aber nicht alle Forderungen erfüllen, ohne Kapazitäten zu reduzieren.
Für Geschäftsreisende ist der Zeitpunkt ungünstig: Der 31. Januar fällt mit dem ersten Wochenende der Fieragricola in Verona und dem Beginn der Modesaison in Mailand zusammen. Reiseleiter mit wichtigen Terminen raten, auf Frühflüge umzubuchen, auf Bahnverbindungen wie Trenitalias Frecciarossa auszuweichen oder bei Strecken unter 400 Kilometern auf das Auto umzusteigen. Frachtspediteure, die hochwertige Modeproben transportieren, prüfen Straßentransporte nach Zürich, München und Nizza.
Historisch gesehen haben Streiks in der italienischen Luftfahrt oft Kettenreaktionen zur Folge: Flugzeuge und Crews, die während des Ausstands ausfallen, verursachen Verzögerungen bis in den Abend und teilweise sogar am nächsten Morgen; auch für Montag, den 3. Februar, könnten daher Termine betroffen sein. EasyJet kündigt an, 48 Stunden vor dem Streik eine Liste geschützter Flüge zu veröffentlichen und hat seine „Travel Options“-Richtlinie aktiviert, die kostenlose Umbuchungen, Umleitungen oder Erstattungen ermöglicht.
Der Vorfall verdeutlicht die Volatilität des industriellen Klimas in Italien, während Fluggesellschaften, Bodenabfertiger und Flugsicherungsdienste neue Verträge im Vorfeld der Olympischen Winterspiele 2026 verhandeln. Multinationale Unternehmen mit vielen Pendlern nach Mailand, Rom und in den Nordosten sollten im ersten Quartal 2026 zusätzliche Puffer in ihre Mobilitätsbudgets einplanen.
Quelle: EUclaim
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