
Kanada hat still und heimlich seine Familienzusammenführungsregelungen für 2026 neu gestaltet: Das Programm für Eltern und Großeltern (PGP) wurde eingestellt, und potenzielle Besucher müssen nun auf das erweiterte Super-Visum zurückgreifen. Die am 1. Februar 2026 veröffentlichten Richtlinien aus Ottawa bedeuten, dass Schweizer Staatsbürger – ebenso wie Angehörige aus 44 weiteren europäischen Ländern – künftig das Super-Visum nutzen müssen, wenn Eltern oder Großeltern längere Zeit in Kanada verbringen wollen.
Das überarbeitete Programm erlaubt mit dem Super-Visum Aufenthalte von bis zu fünf aufeinanderfolgenden Jahren pro Einreise und ist insgesamt zehn Jahre gültig. Das ist eine deutliche Verbesserung gegenüber der bisherigen sechsmonatigen Besuchsfrist, doch der Weg ist alles andere als unkompliziert. Sponsoren mit Wohnsitz in Kanada müssen nun höhere Mindesteinkommensgrenzen erfüllen und eine verpflichtende Einladungsschreiben vorlegen. Antragsteller müssen zudem eine private Krankenversicherung abschließen, die mindestens 100.000 CAD für medizinische Versorgung, Krankenhausaufenthalte und Rückführung abdeckt – Kosten, die für Senioren meist bei etwa 1.200 CHF pro Jahr beginnen. Die Bearbeitungszeiten liegen zwischen 90 und fast 200 Tagen, weshalb eine frühzeitige Planung unerlässlich ist.
Für Schweizer multinationale Unternehmen und ihre global mobilen Mitarbeitenden sind die Änderungen in zweierlei Hinsicht relevant. Erstens könnte es für entsandte Mitarbeiter in Kanada schwieriger und teurer werden, ältere Angehörige für längere Aufenthalte mitzubringen, was familiäre Unterstützungsstrukturen erschwert, die oft entscheidend für den Erfolg langfristiger Auslandseinsätze sind. Zweitens steigt die Nachfrage nach Beratungsleistungen im Bereich Einwanderung sowie nach Reiseversicherungen; mehrere Schweizer Versicherer berichten bereits von einem deutlichen Anstieg an Anfragen für konforme Super-Visum-Policen.
Reisemanagement-Teams sollten ihre internen Richtlinien umgehend aktualisieren. Arbeitgeber können ihre Mitarbeitenden unterstützen, indem sie die neuen finanziellen Anforderungen kommunizieren, seriöse Versicherungsanbieter empfehlen und Familien dazu anhalten, die erforderlichen Unterlagen rechtzeitig vor Reiseantritt zusammenzustellen. Unternehmen mit großen kanadischen Belegschaften könnten zudem über Wirtschaftsverbände bei Ottawa für verbindlichere Bearbeitungszeiten lobbyieren, da diese derzeit stark zwischen den Visa-Stellen schwanken.
Obwohl Ottawa angedeutet hat, dass das PGP 2027 wieder geöffnet werden könnte, signalisieren die Behörden auch, dass die Aufnahmezahlen niedriger als vor der Pandemie ausfallen werden. Bis dahin bleibt das Super-Visum die einzige Brücke für Schweizer Familien, die durch den Atlantik getrennt sind – eine Brücke, die nun tiefere finanzielle Mittel, sorgfältige Dokumentation und viel Geduld erfordert.
Das überarbeitete Programm erlaubt mit dem Super-Visum Aufenthalte von bis zu fünf aufeinanderfolgenden Jahren pro Einreise und ist insgesamt zehn Jahre gültig. Das ist eine deutliche Verbesserung gegenüber der bisherigen sechsmonatigen Besuchsfrist, doch der Weg ist alles andere als unkompliziert. Sponsoren mit Wohnsitz in Kanada müssen nun höhere Mindesteinkommensgrenzen erfüllen und eine verpflichtende Einladungsschreiben vorlegen. Antragsteller müssen zudem eine private Krankenversicherung abschließen, die mindestens 100.000 CAD für medizinische Versorgung, Krankenhausaufenthalte und Rückführung abdeckt – Kosten, die für Senioren meist bei etwa 1.200 CHF pro Jahr beginnen. Die Bearbeitungszeiten liegen zwischen 90 und fast 200 Tagen, weshalb eine frühzeitige Planung unerlässlich ist.
Für Schweizer multinationale Unternehmen und ihre global mobilen Mitarbeitenden sind die Änderungen in zweierlei Hinsicht relevant. Erstens könnte es für entsandte Mitarbeiter in Kanada schwieriger und teurer werden, ältere Angehörige für längere Aufenthalte mitzubringen, was familiäre Unterstützungsstrukturen erschwert, die oft entscheidend für den Erfolg langfristiger Auslandseinsätze sind. Zweitens steigt die Nachfrage nach Beratungsleistungen im Bereich Einwanderung sowie nach Reiseversicherungen; mehrere Schweizer Versicherer berichten bereits von einem deutlichen Anstieg an Anfragen für konforme Super-Visum-Policen.
Reisemanagement-Teams sollten ihre internen Richtlinien umgehend aktualisieren. Arbeitgeber können ihre Mitarbeitenden unterstützen, indem sie die neuen finanziellen Anforderungen kommunizieren, seriöse Versicherungsanbieter empfehlen und Familien dazu anhalten, die erforderlichen Unterlagen rechtzeitig vor Reiseantritt zusammenzustellen. Unternehmen mit großen kanadischen Belegschaften könnten zudem über Wirtschaftsverbände bei Ottawa für verbindlichere Bearbeitungszeiten lobbyieren, da diese derzeit stark zwischen den Visa-Stellen schwanken.
Obwohl Ottawa angedeutet hat, dass das PGP 2027 wieder geöffnet werden könnte, signalisieren die Behörden auch, dass die Aufnahmezahlen niedriger als vor der Pandemie ausfallen werden. Bis dahin bleibt das Super-Visum die einzige Brücke für Schweizer Familien, die durch den Atlantik getrennt sind – eine Brücke, die nun tiefere finanzielle Mittel, sorgfältige Dokumentation und viel Geduld erfordert.
Quelle: Travel and Tour World