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Italiens einwöchiger Visastopp gefährdet Schweizer Skisaison und regionale Reiserouten

Feb. 6, 2026
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Italiens einwöchiger Visastopp gefährdet Schweizer Skisaison und regionale Reiserouten
Reiseplaner in den Alpen gerieten am 5. Februar in Aufruhr, nachdem die italienischen Behörden eine vorübergehende Aussetzung der Schengen-Visumsausstellung für Ende des Monats bestätigten – Grund ist eine IT-Migration. Die acht Tage dauernde „Blackout“-Phase verhindert, dass Konsulate weltweit zwischen dem 11. und 18. Februar italienische Kurzzeitvisa ausstellen.

Da die Schengen-Regeln verlangen, dass Reisende ihr Visum im Land ihres Hauptreiseziels beantragen, warnen Reiseveranstalter, dass Tausende Nicht-EU-Touristen, deren Reisepläne Italien mit der Schweiz, Frankreich oder Spanien kombinieren, dadurch gestrandet sein werden. Luxusresorts in Zermatt, St. Moritz und Verbier sind stark auf Langstreckenbesucher angewiesen, die in Mailand oder Venedig landen und dann per Zug oder Helikopter in die Schweiz weiterreisen. Mehrere Fünf-Sterne-Hotels berichten von Stornierungen aus Südostasien und dem Golfraum, da Gäste erkennen, dass sie das italienische Visum nicht rechtzeitig erhalten.

Italiens einwöchiger Visastopp gefährdet Schweizer Skisaison und regionale Reiserouten


Schweizer Reiseagenturen bemühen sich, Kunden über Paris oder München umzuleiten – eine Option, die jedoch scheitern kann, wenn Italien auf dem Papier weiterhin das „Hauptreiseziel“ bleibt. Fluggesellschaften befürchten unterdessen kurzfristige Nichterscheinen bei interkontinentalen Flügen nach Italien, was die Besatzungsplanung und das Revenue Management erschwert.

Der Blackout trifft auch Unternehmensmobilitätsprogramme, die auf italienische Konsulate für Schengen-Visa für mehrstaatige Projekte angewiesen sind. Personalabteilungen werden geraten, Reisen aufzuteilen – Visa für die Schweiz oder Frankreich zu beantragen, wenn der Aufenthalt dort länger ist als in Italien – oder die Reise bis nach dem 18. Februar zu verschieben.

Italienische Behörden versichern, dass der Normalbetrieb am 19. Februar wieder aufgenommen wird. Der Vorfall verdeutlicht jedoch das Risiko eines Single-Point-of-Failure im Schengen-Visumsystem. Schweizer Wirtschaftsverbände fordern erneut einen harmonisierten Notfallplan, der es benachbarten Konsulaten erlaubt, Visa auszustellen, wenn ein Mitgliedstaat offline ist.
Quelle: Travel and Tour World

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