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Spanische Polizei warnt vor Betrug mit „verlorenen Pässen“, während Migranten versuchen, sich für die Legalisierung 2026 zu qualifizieren

Feb. 13, 2026
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Spanische Polizei warnt vor Betrug mit „verlorenen Pässen“, während Migranten versuchen, sich für die Legalisierung 2026 zu qualifizieren
Die spanische Nationalpolizei hat eine beispiellose landesweite Alarmstufe ausgerufen, nachdem seit Mitte Januar ein Anstieg der Meldungen über verlorene oder gestohlene Pässe um 60 Prozent verzeichnet wurde. Laut dem Generaldirektorat für Ausländerangelegenheiten und Grenzkontrolle (CGEF) fällt dieser Anstieg mit dem königlichen Dekret der Regierung vom 27. Januar zusammen, das es undokumentierten Ausländern ermöglicht, die vor dem 31. Dezember 2025 mindestens fünf Monate in Spanien nachweisen können, eine einjährige Aufenthalts- und Arbeitserlaubnis zu erhalten.

Ermittler berichten, dass viele Meldungen von Migranten stammen, die ihre Dokumente tatsächlich nie verloren haben: Ein bereits früher ausgestellter und abgestempelter Polizeibericht dient ihnen als Nachweis, dass sie vor Ablauf der Amnestie-Frist auf spanischem Boden waren. Interne Statistiken zeigen die stärksten Zuwächse bei Staatsangehörigen aus Pakistan (+867 %), Algerien (+356 %), Marokko (+114 %) und Kolumbien (+39 %).

Spanische Polizei warnt vor Betrug mit „verlorenen Pässen“, während Migranten versuchen, sich für die Legalisierung 2026 zu qualifizieren


Polizeigewerkschaften kritisieren das Regularisierungsdekret als „Anreiz für Betrug“ und bemängeln, dass die ohnehin überlasteten Einwanderungsstellen nun täglich Hunderte zweifelhafte Verlustmeldungen bearbeiten müssen. Die CGEF-Rundverfügung weist die Beamten an, vollständige Identitätsprüfungen durchzuführen und jeden Antragsteller mit nationalen und Interpol-Datenbanken abzugleichen, bevor eine Meldung akzeptiert wird. Wird bei einem Antragsteller ein bestehender Abschiebebescheid oder ein Strafregistereintrag festgestellt, müssen diese Informationen umgehend an die Ausländerbrigade weitergeleitet werden.

Rechtsexperten warnen, dass das Einreichen einer falschen Verlustmeldung eine Straftat darstellt, die den Antrag auf Amnestie ungültig machen und strafrechtliche Konsequenzen nach sich ziehen kann. Unternehmen, die planen, regulierte Arbeitskräfte einzustellen, wird daher geraten, sorgfältige Einstellungsunterlagen zu führen und die neuen Arbeitserlaubnisse nach Ausstellung zu überprüfen. Personalabteilungen sollten zudem ihre Compliance-Protokolle aktualisieren, um sicherzustellen, dass Mitarbeiter, die im Rahmen des außergewöhnlichen Verfahrens eingestellt wurden, auch nach Ablauf der einjährigen Frist legal beschäftigt bleiben.

Während Migrantenrechtsorganisationen die Atmosphäre des Misstrauens kritisieren, betont das Ministerium für Integration, dass das Dekret „eine halbe Million Menschen aus der Schattenwirtschaft holen“ und das Arbeitskräfteangebot in den Bereichen Logistik, Landwirtschaft und Pflege stärken werde. Die Alarmstufe signalisiert jedoch, dass die Behörden soziale Ziele mit einer strengen Bekämpfung von Dokumentenbetrug in Einklang bringen wollen, weshalb eine sorgfältige Prüfung bereits in der Anfangsphase für Migranten und Arbeitgeber unerlässlich ist.
Quelle: Sur in English

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