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Österreich legt Mobilitätsprioritäten vor dem Rat für Auswärtige Angelegenheiten der EU vor

Feb. 24, 2026
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Österreich legt Mobilitätsprioritäten vor dem Rat für Auswärtige Angelegenheiten der EU vor
Parlamentarische Aufzeichnungen vom 23. Februar zeigen, dass Österreich für die Sitzung des EU-Außenministerrats (FAC) am selben Tag in Brüssel zwei „Sonstiges“ (AOB)-Notizen eingereicht hat. Laut der im nationalen EU-Datenbank hinterlegten Antici-Notiz plant die Delegation Wiens, die Minister über die Anfang des Monats veranstaltete Konferenz „Frauen als Akteurinnen für Sicherheit und Frieden“ zu informieren und – für die globale Mobilität noch wichtiger – über Pläne zur Vereinfachung von Kurzzeit-Schengen-Visa für Geschäftsreisende aus dem Westbalkan. Außenminister Alexander Schallenberg wird argumentieren, dass eine Beschleunigung der Visaerteilung für Serbien, Nordmazedonien und Albanien entscheidend sei, um die Lieferketten zu stabilisieren, die über Österreichs zentrale Verteilerknoten laufen. Der Vorschlag entspricht den Empfehlungen der Österreichischen Bundeswirtschaftskammer, die angibt, dass verzögerte C-Visa Logistikunternehmen bis zu 12 Millionen Euro pro Quartal kosten. Diplomatische Quellen berichten, dass das österreichische Papier auch den Europäischen Auswärtigen Dienst auffordert, eine gegenseitige Anerkennung von Trusted-Traveller-Programmen zwischen Österreich und den Adriahäfen zu prüfen, nachdem wiederholte Zugausfälle auf der Divača–Koper-Strecke den Bedarf an flexiblen multimodalen Besatzungen verdeutlicht haben. Obwohl die Visapolitik letztlich in die Zuständigkeit von Justiz und Innerem fällt, sorgt die Aufnahme des Themas auf der FAC-Agenda für hohen politischen Druck vor dem Treffen der JHA-Minister im März. NGOs begrüßten den Fokus auf legale Mobilitätspfade, mahnten jedoch Schutzmaßnahmen an. Das in Wien ansässige Internationale Zentrum für Migrationspolitikentwicklung warnte, dass eine Erleichterung von Geschäftsvisa ohne klare Kontrollmechanismen irreguläre Überziehungen fördern könnte. Das Innenministerium entgegnete, dass alle Erleichterungen an die biometrische Visaerteilung und das kommende EU-Einreise-/Ausreisesystem gebunden seien. Insider im Rat erwarten, dass die Diskussion in die Schlussfolgerungen des Europäischen Rates am 25. März einfließt, bei dem die Staats- und Regierungschefs den Zeitplan für die Schengen-Reform bewerten werden.
Quelle: Austrian Parliament EU database

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