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Carneys Besuch bringt Abkommen zur Mobilität zwischen Indien und Kanada wieder auf die Agenda

März 1, 2026
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Carneys Besuch bringt Abkommen zur Mobilität zwischen Indien und Kanada wieder auf die Agenda
Der kanadische Premierminister Mark Carney begann am 28. Februar einen viertägigen Besuch in Indien, der eine Entspannung der Beziehungen nach einer zweijährigen Abkühlung signalisiert. Während die Schlagzeilen vor allem auf vorgeschlagene Uran- und KI-Abkommen fokussierten, bestätigten Beamte, dass beide Seiten eine gezielte Partnerschaft für Arbeitsmobilität und Talentförderung (Labour Mobility and Talent Partnership, LMTP) im Rahmen der festgefahrenen Verhandlungen zum umfassenden Wirtschaftspartnerschaftsabkommen „aktiv prüfen“ werden. Diplomaten erklärten gegenüber The Indian Express, dass das LMTP den jüngsten Abkommen Indiens mit Deutschland und Australien ähneln könnte, indem es mehrjährige, mehrfach einreisefähige Arbeitsvisa für Fachkräfte in der Mitte ihrer Karriere sowie eine vereinfachte Anerkennung von Qualifikationen für Pflegekräfte, Lehrer und IT-Fachkräfte bietet. Für kanadische Unternehmen würde eine erleichterte innerbetriebliche Versetzung von Mitarbeitern aus ihren indischen Niederlassungen die Abhängigkeit vom streng limitierten H-1B-Visum für den US-Markt verringern. Carneys Programm in Mumbai umfasst eine geschlossene CEOs-Runde mit den Pensionsfonds-Giganten PSP und CPP, die beide in Ottawa für einfachere Regeln bei der Versetzung von Führungskräften lobbyieren. Am 2. März trifft er Premierminister Modi, bei dem auch ein aktualisierter Rahmen für die Mobilität von Studierenden sowie ein Pilotprojekt für ein digitales Nomadenvisum für indische Freelancer, die bei kanadischen Start-ups registriert sind, angekündigt werden könnten. Warum das wichtig ist: Kanada beherbergt fast 2,9 Millionen im Ausland lebende Inder; dennoch haben Mobilitätsengpässe – Visa-Verzögerungen, bürokratische Hürden bei der Anerkennung von Qualifikationen und steigende Lebenshaltungskosten – Ottawas Attraktivität im Vergleich zu Australien und Großbritannien geschmälert. Ein formelles LMTP würde indischen Unternehmen einen verlässlichen Weg bieten, Mitarbeiter in Kanadas Zentren für saubere Technologien und Halbleiter zu entsenden. Unternehmen sollten beginnen, ihre internen Kompetenzlisten mit den Kategorien des kanadischen Global Talent Stream abzugleichen, um schnell von möglichen Quoten im LMTP zu profitieren. Auch Universitäten könnten profitieren: Beamte deuteten auf ein gegenseitiges Forschungs- und Praktikumsvisum mit einer Gültigkeit von sechs Monaten hin, das für IITs und IIMs, die mit kanadischen Forschungslaboren kooperieren, attraktiv wäre.
Quelle: The Indian Express

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