
In einem stillen, aber potenziell bahnbrechenden Schritt hat die US-Einwanderungsbehörde USCIS am 5. März 2026 eine Anfrage zur Informationsbeschaffung (RFI #70SBUR26I00000010) veröffentlicht, in der Anbieter um Vorschläge für sichere, wallet-basierte digitale Äquivalente zur Green Card und zur Arbeitserlaubnis (EAD) gebeten werden. Die Ausschreibung, herausgegeben vom Office of Intake and Document Production, fordert die Industrie auf, mobile Führerschein-ähnliche Ausweise oder W3C-verifizierbare Credential-Lösungen vorzuschlagen, die sowohl online als auch offline von CBP, Arbeitgebern, staatlichen Kfz-Zulassungsstellen und Strafverfolgungsbehörden validiert werden können. USCIS verlangt FedRAMP-Zertifizierung, FIPS-validierte Kryptomodule, selektive Attributfreigabe (damit Nutzer nur notwendige Informationen teilen) und Skalierbarkeit für „Millionen von Inhabern“. Die Behörde betont, dass digitale Karten physische Dokumente ergänzen und nicht ersetzen sollen, doch Insider berichten, dass die langfristige Vision ein papierloses System ist, in dem die meisten I-9- und Arbeitserlaubnisprüfungen per QR-Code-Scan oder NFC-Kontakt erfolgen. Aus globaler Mobilitätsperspektive könnte dies enorme Auswirkungen haben: Expatriates warten oft wochenlang auf ihre plastischen EADs, bevor sie arbeiten oder eine Sozialversicherungsnummer beantragen können. Ein digitales Echtzeit-Zertifikat würde es Arbeitgebern ermöglichen, Mitarbeiter fast unmittelbar nach Genehmigung einzustellen, was Kosten und Projektverzögerungen drastisch reduziert. Auch die Wiedereinreise am Flughafen könnte vereinfacht werden, da CBP-Beamte den Status auch ohne physische Karte validieren könnten, falls diese unterwegs verloren geht. Anbieter haben bis zum 6. April Zeit, 25-seitige Leistungsbeschreibungen einzureichen. USCIS hat keinen Zeitplan für eine formelle Ausschreibung bekannt gegeben, doch interne Quellen deuten an, dass Pilotprojekte bereits im Geschäftsjahr 2028 starten könnten, sofern die Finanzierung gesichert ist. Mobilitätsverantwortliche sollten die RFI genau verfolgen, da HR- und Reiserichtlinien-Systeme künftig mit dem von USCIS gewählten Standard kompatibel sein müssen.
Quelle: GovTribe (sam.gov posting)
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