
Das deutsche Bundesverkehrsministerium hat den lang erwarteten zwischenstaatlichen Vertrag zum 30 Kilometer langen Krušnohorský (Erzgebirgs-) Tunnel an den Bundestag weitergeleitet, berichtet die tschechische Tageszeitung Echo24. Wenn die Abgeordneten das Dokument in den kommenden Wochen genehmigen, können Berlin und Prag das Abkommen sofort unterzeichnen und die Vorhaben für die Hochgeschwindigkeitsstrecke in die Genehmigungsphase überführen.
Der zweiröhrige Tunnel ist das Herzstück eines 320 km/h schnellen Korridors, der die Fahrzeit zwischen Prag und Dresden von 2 Stunden 30 Minuten auf unter 60 Minuten verkürzen und die Strecke Prag–Berlin auf etwa zwei Stunden reduzieren würde. Auf tschechischer Seite plant die Správa železnic den Bau von fast 12 Kilometern Tunnel sowie eines neuen multimodalen Terminals in Ústí nad Labem. Die deutschen Planer sehen das Projekt als entscheidend an, um bis zu 150 Güter- und Personenzüge pro Tag aus dem lärmsensiblen Elbtal zu verlagern.
Beide Regierungen hatten das Konzept bereits 2025 gebilligt, doch Finanzierungsfragen und die Zustimmung des deutschen Parlaments standen noch aus. Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer hat in Berlin intensiv für das Projekt geworben und betont, dass die ostdeutschen Regionen bislang unterversorgt sind, was Hochgeschwindigkeitsverbindungen nach Mitteleuropa betrifft.
Eine Zustimmung des Bundestags würde die detaillierte Planung auslösen, der Baubeginn wird frühestens 2032 erwartet, die Eröffnung ist für 2039 vorgesehen. Für tschechische Exporteure bedeutet der Tunnel einen Quantensprung beim Marktzugang: Tagesgleiche Hin- und Rückfahrten für Just-in-Time-Komponenten könnten von der Straße auf die Schiene verlagert werden, was die Lkw-Belastung auf der Autobahn D8 verringert und den CO2-Ausstoß senkt. Multinationale Unternehmen, die bereits Shuttle-Züge zwischen Prag und deutschen Werken betreiben, rechnen damit, dass die um 90 Minuten verkürzte Fahrzeit eine effizientere Nutzung der Züge ermöglicht.
Auch der Tourismussektor erwartet Vorteile und prognostiziert bis zu zwei Millionen zusätzliche deutsche Besucher jährlich, sobald die zweistündigen Verbindungen nach Berlin starten. Kritiker auf beiden Seiten der Grenze befürchten jedoch Kostenüberschreitungen und bezweifeln, dass das für 200 km/h ausgelegte Mischverkehrskonzept zukunftssicher ist. Umweltverbände äußern zudem Bedenken hinsichtlich der Auswirkungen auf das Grundwasser im Erzgebirge. Die tschechische Regierung betont, dass der Vertrag Schutzmaßnahmen enthält, darunter eine gemeinsame Überwachung und einen EU-Förderantrag im Rahmen der Connecting Europe Facility.
Der zweiröhrige Tunnel ist das Herzstück eines 320 km/h schnellen Korridors, der die Fahrzeit zwischen Prag und Dresden von 2 Stunden 30 Minuten auf unter 60 Minuten verkürzen und die Strecke Prag–Berlin auf etwa zwei Stunden reduzieren würde. Auf tschechischer Seite plant die Správa železnic den Bau von fast 12 Kilometern Tunnel sowie eines neuen multimodalen Terminals in Ústí nad Labem. Die deutschen Planer sehen das Projekt als entscheidend an, um bis zu 150 Güter- und Personenzüge pro Tag aus dem lärmsensiblen Elbtal zu verlagern.
Beide Regierungen hatten das Konzept bereits 2025 gebilligt, doch Finanzierungsfragen und die Zustimmung des deutschen Parlaments standen noch aus. Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer hat in Berlin intensiv für das Projekt geworben und betont, dass die ostdeutschen Regionen bislang unterversorgt sind, was Hochgeschwindigkeitsverbindungen nach Mitteleuropa betrifft.
Eine Zustimmung des Bundestags würde die detaillierte Planung auslösen, der Baubeginn wird frühestens 2032 erwartet, die Eröffnung ist für 2039 vorgesehen. Für tschechische Exporteure bedeutet der Tunnel einen Quantensprung beim Marktzugang: Tagesgleiche Hin- und Rückfahrten für Just-in-Time-Komponenten könnten von der Straße auf die Schiene verlagert werden, was die Lkw-Belastung auf der Autobahn D8 verringert und den CO2-Ausstoß senkt. Multinationale Unternehmen, die bereits Shuttle-Züge zwischen Prag und deutschen Werken betreiben, rechnen damit, dass die um 90 Minuten verkürzte Fahrzeit eine effizientere Nutzung der Züge ermöglicht.
Auch der Tourismussektor erwartet Vorteile und prognostiziert bis zu zwei Millionen zusätzliche deutsche Besucher jährlich, sobald die zweistündigen Verbindungen nach Berlin starten. Kritiker auf beiden Seiten der Grenze befürchten jedoch Kostenüberschreitungen und bezweifeln, dass das für 200 km/h ausgelegte Mischverkehrskonzept zukunftssicher ist. Umweltverbände äußern zudem Bedenken hinsichtlich der Auswirkungen auf das Grundwasser im Erzgebirge. Die tschechische Regierung betont, dass der Vertrag Schutzmaßnahmen enthält, darunter eine gemeinsame Überwachung und einen EU-Förderantrag im Rahmen der Connecting Europe Facility.
Quelle: Echo24.cz
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