
Der tschechisch geführte Open-Access-Anbieter Leo Express unterstützt die Initiative „Bezpieczny Przejazd / Sicherer Bahnübergang“ der Polnischen Staatsbahnen (PKP PLK), wie das Unternehmen am 10. März bestätigte. Das Programm kombiniert Aufklärungskampagnen mit groß angelegten Notfallübungen, um Unfälle an Bahnübergängen zu reduzieren – nach wie vor die häufigste Ursache für Zugunglücke mit Todesfolge in Polen. Leo Express, das den Personenverkehr auf der Strecke Prag–Krakau–Warschau sowie saisonale Verbindungen nach Slowakei und Ukraine betreibt, nahm an einer mehrtägigen Simulation nahe dem Bahnhof Zebrzydowice an der tschechischen Grenze teil. Die Übung stellte eine Kollision zwischen einem Stadler Flirt Triebzug und einem Lkw nach und testete die Echtzeit-Koordination zwischen Fahrdienstleitern, Feuerwehr und grenzüberschreitenden Rettungsteams. Die Ergebnisse fließen in überarbeitete Einsatzprotokolle ein, die PKP PLK im Sommer veröffentlichen will. Für Geschäftsreisende und Expats, die auf den mitteleuropäischen Schienenverkehr angewiesen sind, verspricht die Kampagne kürzere Ausfallzeiten nach Zwischenfällen und verbesserte Warnsysteme an 12.000 Bahnübergängen landesweit. Leo Express plant, bis zum dritten Quartal 2026 KI-gestützte Frontkameras und Fahrerwarnsysteme in seiner polnischen Flotte zu installieren, gefördert durch einen EU-„Shift-to-Rail“-Zuschuss. Das Unternehmen bietet bereits multimodale Tickets an, die die Zugfahrt nach Krakau mit Busverbindungen nach Lwiw, Kiew und Uschhorod kombinieren – wichtige Korridore für ukrainische Fachkräfte in Polens IT- und Bausektor. Verbesserte Sicherheitsstandards könnten Versicherern ermöglichen, Prämien für solche Kombitickets zu senken, was letztlich die Reisekosten für Unternehmen reduziert. PKP PLK berichtet, dass 90 % der 204 Bahnübergangszwischenfälle im vergangenen Jahr auf Fehler von Straßenverkehrsteilnehmern zurückzuführen waren. Die überarbeitete „Safe Crossing“-Medienkampagne richtet sich in Polnisch, Ukrainisch und Englisch vor allem an Logistikfahrer auf den Korridoren A4 und E40 und spiegelt damit die internationale Zusammensetzung des Güterverkehrs an Polens Grenzen wider.
Quelle: Leo Express—Press Release
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