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Migration stoppt Italiens 12-jährigen Bevölkerungsrückgang, so ISTAT

Apr. 2, 2026
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Migration stoppt Italiens 12-jährigen Bevölkerungsrückgang, so ISTAT
Italiens Einwohnerzahl stabilisiert sich 2025 dank Zuwanderung

Italiens ständige Wohnbevölkerung ist im Jahr 2025 erstmals seit Langem nicht weiter geschrumpft und liegt mit 58,94 Millionen Menschen nahezu unverändert, wie der jährliche demografische Bericht der nationalen Statistikbehörde ISTAT vom 1. April zeigt. Dies ist fast ausschließlich auf eine Nettozuwanderung von 296.000 Personen zurückzuführen. Die Geburtenzahl sank auf einen Rekordtiefstand von 355.000, während die Todesfälle mit rund 652.000 nahezu konstant blieben. Daraus ergibt sich ein natürlicher Bevölkerungsrückgang von etwa 300.000, der durch Zuwanderung und einen deutlichen Rückgang der italienischen Auswanderung auf 144.000 ausgeglichen wurde.

Die Daten untermauern die wirtschaftliche Notwendigkeit der von der Meloni-Regierung ausgeweiteten Kontingente für ausländische Arbeitskräfte, die zwischen 2026 und 2028 bis zu 500.000 neue Arbeitserlaubnisse in den Bereichen Landwirtschaft, Bauwesen, Tourismus und Altenpflege vorsehen. Arbeitgeber in diesen Branchen berichten bereits von einer Vakanzrate von über 15 Prozent, die ohne Migrantenarbeitskräfte noch deutlich steigen würde. Multinationale Unternehmen können daher mit vereinfachten Einstellungsverfahren, schnelleren „Nulla Osta“-Bearbeitungen und möglichen Anreizen für die Qualifizierung von Fachkräften rechnen.

Migration stoppt Italiens 12-jährigen Bevölkerungsrückgang, so ISTAT


Gleichzeitig warnt der Bericht, dass Italien weiterhin die zweitälteste Gesellschaft Europas bleibt, mit einer Lebenserwartung von 81,7 Jahren bei Männern und 85,7 Jahren bei Frauen. Unternehmen stehen vor der doppelten Herausforderung, um junge Talente zu konkurrieren und steigenden Belastungen der Rentenkassen, die sich in höheren Lohnnebenkosten niederschlagen könnten. Strategische Personalplanung – insbesondere für Shared-Service-Center und Produktionsstätten – sollte daher attraktive Umzugspakete für ausländische Spezialisten und Bindungsmaßnahmen für ältere Mitarbeiter umfassen.

Politisch verschafft der Bericht Rom Verhandlungsstärke in den laufenden EU-Gesprächen zum Asyl- und Migrationspakt, indem er die Bedeutung legaler und gesteuerter Zuwanderungswege für die demografische Nachhaltigkeit unterstreicht. Unternehmen mit intraeuropäischen Mobilitätsprogrammen sollten mögliche Zugeständnisse an Italien, etwa vereinfachte Blue-Card-Transfers, im Blick behalten, die grenzüberschreitende Einsätze erleichtern könnten.

Für Manager globaler Mobilität ist die Botschaft klar: Trotz anti-immigrantischer Rhetorik hängt Italiens Arbeitsmarkt und Finanzlage zunehmend von ausländischen Arbeitskräften ab. Die Abstimmung von Talentakquisitionsstrategien auf kommende Visakontingente und regionale Integrationsprogramme wird entscheidend sein, um in den nächsten zehn Jahren dringend benötigte Fachkräfte zu sichern.
Quelle: Newswire International

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