
Immigration, Flüchtlinge und Staatsbürgerschaft Kanada (IRCC) hat stillschweigend die gesetzlich vorgeschriebene Bekanntmachung in der Ausgabe der Canada Gazette vom 4. April 2026 veröffentlicht, in der angekündigt wird, dass alle Gebühren für Anträge auf Daueraufenthalt (PR) ab dem 30. April 2026 um 9 Uhr Eastern Time steigen werden. Die Erhöhungen sind inflationsindexiert, wie es alle zwei Jahre gemäß Unterabschnitt 303(1.1) der Einwanderungs- und Flüchtlingsschutzverordnung vorgeschrieben ist. Die Gebühr für das Recht auf Daueraufenthalt (RPRF) steigt von 575 CAD auf 600 CAD, während die Bearbeitungsgebühr für Hauptantragsteller im Federal High-Skilled, Provincial Nominee Program, Quebec Skilled Worker und Atlantic Immigration Class von 950 CAD auf 990 CAD ansteigt. Die Gebühren für abhängige Kinder erhöhen sich auf 270 CAD. Ähnliche proportionale Erhöhungen gelten für Pflegekräfte-Pilotprogramme und Familienklassensponsorships. Die Bekanntmachung betont zudem, dass zukünftige Erhöhungen weiterhin im zweijährigen Rhythmus erfolgen werden. Für Mobility-Manager in Unternehmen ist das Timing entscheidend. Anträge, die vor der Frist eingereicht werden, behalten die aktuellen Gebühren, während bei allen nach 09:00 Uhr EDT am 30. April eingereichten Anträgen automatisch die neuen Gebühren im Portal angezeigt werden. Arbeitgeber mit Sammelanträgen – insbesondere Provincial Nominee-Arbeitnehmer, die auf polizeiliche Führungszeugnisse warten – sollten die Dokumentensammlung beschleunigen oder mit höheren Kosten kalkulieren. IRCC wird voraussichtlich Mitte April seinen Online-Gebührenrechner aktualisieren; jedoch ist die Bekanntmachung in der Gazette das einzige rechtlich verbindliche Dokument. Organisationen, die noch auf Papieranträge setzen, müssen sicherstellen, dass der physische Zahlungsbeleg dem neuen Gebührenplan entspricht, falls das per Kurier versandte Paket erst nach der Frist bei IRCC ankommt; abweichende Gebühren führen zur gefürchteten „Rücksendung ohne Bearbeitung“. Praktisch sind die Erhöhungen moderat – etwa vier Prozent – kommen jedoch kurz nach neuen Passgebührenerhöhungen und steigenden Compliance-Abgaben, was die Notwendigkeit klarer Kostenvorhersagen in Mobilitätsprogrammen unterstreicht. Die Veröffentlichung in der Gazette bietet seltene Planungssicherheit in einem sich schnell wandelnden politischen Umfeld und gibt Arbeitgebern drei Wochen Zeit zur Reaktion.
Quelle: Canada Gazette, Part I