
Der in Toronto ansässige Einwanderungsberater Amir Ismail fasst acht bundesweite Einwanderungsänderungen zusammen, die zwischen dem 31. März und 1. April 2026 in Kraft getreten sind. Dazu gehören strengere Nachweise über finanzielle Mittel für Express Entry, neue Regeln zur Gültigkeit biometrischer Daten und vereinfachte Kriterien für die Super-Visum-Versicherung. Besonders bedeutend ist eine Erhöhung der Nachweisgrenze für finanzielle Mittel um 15 % für Bewerber des Federal Skilled Worker- und Federal Skilled Trades-Programms, basierend auf den gestiegenen Lebenshaltungskosten laut Statistics Canada. Zudem dürfen Eltern und Großeltern mit einem Super-Visum nun bis zu fünf Jahre pro Einreise bleiben – statt bisher zwei – sofern sie eine von IRCC genehmigte private Krankenversicherung vorweisen können. Eine weitere wichtige Änderung ist das formelle Aus für das Chinook-Risikobewertungstool bei temporären Visa, das durch ein neues KI-gestütztes System ersetzt wird, das laut IRCC „mehr Transparenz und weniger falsche Ablehnungen“ bieten soll. Für Programme zur Unternehmensmobilität könnten die höheren Anforderungen an die finanziellen Mittel selbstfinanzierte Bewerber einschränken und die Nachfrage nach Arbeitgeberunterstützungsschreiben erhöhen. Die verlängerte Super-Visum-Dauer bietet multinationalen Unternehmen mehr Flexibilität bei der Versetzung von Mitarbeitern, die Familienbetreuer mitbringen möchten. Ismail rät Bewerbern, vor der Einreichung ihrer Profile die Checklisten für Dokumente und die Mindestbankguthabenfristen erneut zu überprüfen, da die Nichteinhaltung der neuen Vorgaben zu einer automatischen Ablehnung führt.
Quelle: Amir Ismail & Associates Blog