
Indiens drei größte Fluggesellschaften – Air India, IndiGo und SpiceJet – haben die Regierung in Neu-Delhi um Eingreifen gebeten, nachdem die Flughäfen in Dubai alle ausländischen Airlines angewiesen haben, zwischen dem 20. April und dem 31. Mai nur noch eine tägliche Flugverbindung anzubieten. In einem Schreiben, das ETInfra vorliegt, warnt die Federation of Indian Airlines (FIA) das Verkehrsministerium davor, dass diese Regel „wettbewerbsfeindliche Marktbedingungen“ schafft, da die Fluggesellschaften der VAE ihre Frequenzen nach Indien bereits auf das Vorkriegsniveau zurückgefahren haben. Die Beschränkung, die während des Wiederaufbaus der Kapazitäten am Dubai International Airport (DXB) und Al Maktoum International (DWC) nach luftverkehrsbedingten Schließungen infolge des Konflikts gilt, würde hunderte wöchentliche Flüge zu Beginn der geschäftigen Sommersaison im Norden auslöschen. Nach den aktuellen Flugplänen müssten indische Airlines bis zu 35 Prozent ihrer Flüge zwischen April und Mai nach Dubai streichen, was Millionenverluste bei den Sitzplatzerlösen bedeutet und den Reiseverkehr von Arbeitsmigranten und Geschäftsreisenden gerade zum Höhepunkt der Eid-Reisezeit stark beeinträchtigt. Die FIA fordert das Ministerium auf, entweder eine Ausnahmegenehmigung für indische Airlines zu erwirken oder Gegeneinschränkungen für Emirates und flydubai durchzusetzen. Luftfahrtexperten weisen darauf hin, dass bilaterale Luftverkehrsabkommen Indien das Recht geben, die Fluggesellschaften der VAE zu beschränken, wenn indischen Anbietern keine „gerechte und faire Gelegenheit“ eingeräumt wird. Allerdings könnte eine solche Gegemaßnahme die Gesamtkapazität weiter verringern und die Ticketpreise auf beiden Seiten in die Höhe treiben. Für Unternehmen mit Sitz in den VAE ist dieser Vorfall eine weitere Erinnerung daran, dass die Erholung von dem regionalen Konflikt fragil bleibt. Reiseverantwortliche, die Mitarbeiter zwischen Indien und den Emiraten bewegen, müssen möglicherweise den Verkehr auf mehrere Drehkreuze wie Doha, Muscat oder Abu Dhabi verteilen oder auf indirekte Routen über Singapur und Kuala Lumpur ausweichen, um Projektzeitpläne einzuhalten. Unternehmen mit großen indischen Belegschaften in den VAE sollten zudem Überprüfungen zu Strafbefreiungen bei Überziehungen und zur Gültigkeit von Einreisevisa vornehmen, um Compliance-Probleme zu vermeiden, falls Mitarbeiter außerhalb des Landes festsitzen.
Quelle: ET Infra (Economic Times)
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