
Ab 00:01 Uhr am 10. April 2026 ist das lang erwartete Ein- und Ausreisesystem (EES) der Europäischen Union vom Pilotbetrieb in den Vollbetrieb übergegangen. Für Frankreich zeigt sich die Änderung vor allem an den acht Flughäfen an den Außengrenzen – Paris-Charles-de-Gaulle, Orly, Lyon, Marseille, Nizza, Toulouse, Bordeaux und Nantes – wo nun bei allen Nicht-EU-Reisenden bei der Ein- und Ausreise vier Fingerabdrücke und ein Gesichtsfoto erfasst werden müssen. Die französische Grenzpolizeigewerkschaft UNSA-PAF berichtete, dass über Nacht 2.300 neue EES-Terminals installiert wurden, dennoch klagten Passagiere am frühen Morgen im Terminal 2E des CDG über Wartezeiten von mehr als 90 Minuten.
Das EES ersetzt den physischen Passstempel durch eine elektronische Erfassung, die automatisch die 90-Tage-in-180-Tage-Regelung für visumfreie Besucher wie Briten, Amerikaner und Australier überwacht. Französische Behörden hoffen, dass das System die geschätzten 110.000 gelegentlichen Überziehungen pro Jahr eindämmt, ohne zusätzliches Personal einzustellen. Fluggesellschaften und Flughafenbetreiber sind jedoch weniger optimistisch: Groupe ADP warnte, dass die Registrierung „drei- bis viermal länger als ein Stempel“ dauere und rät Reisenden, während der geschäftigen Pfingst- und Sommerreisezeiten mindestens vier Stunden vor Abflug am Flughafen zu sein.
Organisationen aus dem Geschäftsreisebereich befürchten Produktivitätseinbußen. Multinationale Unternehmen mit Sitz in Paris haben ihre Mitarbeiter angewiesen, längere Zwischenstopps einzuplanen und Vormittagstermine später anzusetzen. Der französische Arbeitgeberverband MEDEF setzt sich bei Brüssel für eine Übergangsregelung ein, die Vielreisenden erlaubt, biometrische Daten von früheren Reisen wiederzuverwenden, um die Grenzübertritte zu beschleunigen.
Mittelfristig sieht Frankreich das EES – zusammen mit der verknüpften ETIAS-Genehmigung, die für 2027 geplant ist – als Grundlage für intelligentere Grenzkontrollen, die es ermöglichen sollen, Personal gezielter für Risikobewertungen einzusetzen. Das Innenministerium kündigt an, dass diesen Sommer am CDG eine spezielle „rote Spur“ für Firmenkunden getestet wird, deren Mitarbeiter biometrisch vorregistriert sind und mit den Partnerfluggesellschaften Air France und Delta fliegen.
Bis dahin müssen Unternehmen jedoch mit längeren Warteschlangen rechnen, Flugzeugbesatzungen sollten sich auf engere Umsteigezeiten in Paris-Nord und Lille einstellen, und Mobilitätsmanager tun gut daran, ihre Mitarbeiter an die Schengen-Aufenthaltsgrenzen zu erinnern, um unbeabsichtigte Überziehungen zu vermeiden.
Praktische Tipps: Kommen Sie früher zum Flughafen, bewahren Sie Bordkarten als Nachweis für Ausreisedaten auf und laden Sie die App „Travel to Europe“ herunter, mit der Frankreich bis Jahresende eine biometrische Vorregistrierung aus der Ferne ermöglichen will.
Das EES ersetzt den physischen Passstempel durch eine elektronische Erfassung, die automatisch die 90-Tage-in-180-Tage-Regelung für visumfreie Besucher wie Briten, Amerikaner und Australier überwacht. Französische Behörden hoffen, dass das System die geschätzten 110.000 gelegentlichen Überziehungen pro Jahr eindämmt, ohne zusätzliches Personal einzustellen. Fluggesellschaften und Flughafenbetreiber sind jedoch weniger optimistisch: Groupe ADP warnte, dass die Registrierung „drei- bis viermal länger als ein Stempel“ dauere und rät Reisenden, während der geschäftigen Pfingst- und Sommerreisezeiten mindestens vier Stunden vor Abflug am Flughafen zu sein.
Organisationen aus dem Geschäftsreisebereich befürchten Produktivitätseinbußen. Multinationale Unternehmen mit Sitz in Paris haben ihre Mitarbeiter angewiesen, längere Zwischenstopps einzuplanen und Vormittagstermine später anzusetzen. Der französische Arbeitgeberverband MEDEF setzt sich bei Brüssel für eine Übergangsregelung ein, die Vielreisenden erlaubt, biometrische Daten von früheren Reisen wiederzuverwenden, um die Grenzübertritte zu beschleunigen.
Mittelfristig sieht Frankreich das EES – zusammen mit der verknüpften ETIAS-Genehmigung, die für 2027 geplant ist – als Grundlage für intelligentere Grenzkontrollen, die es ermöglichen sollen, Personal gezielter für Risikobewertungen einzusetzen. Das Innenministerium kündigt an, dass diesen Sommer am CDG eine spezielle „rote Spur“ für Firmenkunden getestet wird, deren Mitarbeiter biometrisch vorregistriert sind und mit den Partnerfluggesellschaften Air France und Delta fliegen.
Bis dahin müssen Unternehmen jedoch mit längeren Warteschlangen rechnen, Flugzeugbesatzungen sollten sich auf engere Umsteigezeiten in Paris-Nord und Lille einstellen, und Mobilitätsmanager tun gut daran, ihre Mitarbeiter an die Schengen-Aufenthaltsgrenzen zu erinnern, um unbeabsichtigte Überziehungen zu vermeiden.
Praktische Tipps: Kommen Sie früher zum Flughafen, bewahren Sie Bordkarten als Nachweis für Ausreisedaten auf und laden Sie die App „Travel to Europe“ herunter, mit der Frankreich bis Jahresende eine biometrische Vorregistrierung aus der Ferne ermöglichen will.
Quelle: Business Traveller