
Das britische Innenministerium hat stillschweigend eine groß angelegte Durchsetzungskampagne gestartet, um EU-Bürgern, die nach dem Brexit lange Zeit im Ausland verbracht haben, ihre Aufenthaltsrechte zu entziehen. Im Fokus stehen zunächst rund 1,4 Millionen Personen mit „Pre-Settled Status“ im Rahmen des EU-Ansiedlungsprogramms. Mithilfe von Passagierdaten der Fluggesellschaften und Ausreisekontrollen werden Einwanderungsbeamte diejenigen kontaktieren, deren Reiseverlauf darauf hindeutet, dass sie die Anforderungen an den „kontinuierlichen Aufenthalt“ nicht mehr erfüllen (keine einzelne Abwesenheit von mehr als sechs Monaten innerhalb von 12 Monaten bzw. für den Settled Status keine Abwesenheit von mehr als fünf aufeinanderfolgenden Jahren). Betroffene werden aufgefordert, Nachweise für ihre fortbestehenden Bindungen vorzulegen, bevor der Aufenthaltsstatus entzogen wird.
Diese Maßnahme ist rechtlich durch das Rückzugsabkommen von 2020 gedeckt, wurde bisher jedoch nur vereinzelt angewandt. Menschenrechtsorganisationen wie the3million und die Independent Monitoring Authority warnen, dass die oft fehlerhaften Reisedaten zu ungerechten Entscheidungen führen könnten. Sie verweisen auf dokumentierte Fehler, die zuvor dazu führten, dass HMRC fälschlicherweise Kindergeld zurückforderte. Es besteht die Befürchtung, dass Zehntausende von Arbeitnehmern und deren Familienmitglieder über Nacht ihre Arbeits-, Miet- oder NHS-Zugangsrechte verlieren könnten, wenn die Entscheidungen automatisiert getroffen werden.
Für Arbeitgeber wirft die Verschärfung sofortige Fragen zur Einhaltung der Vorschriften auf. Personalabteilungen müssen mit einem Anstieg von Anfragen zum Arbeitsrecht rechnen, wenn Mitarbeiter feststellen, dass ihr digitaler Einwanderungsstatus „ungültig“ ist. Am sichersten ist eine Online-Statusprüfung, statt sich auf veraltete Share-Codes oder frühere Aufenthaltsdokumente zu verlassen. Unternehmen, die EU-Bürger über die Skilled Worker- oder Global Business Mobility-Programme beschäftigen, sollten zudem ihre Unterlagen überprüfen, um sicherzustellen, dass keine Mitarbeiter auf Basis des Pre-Settled Status gewechselt sind.
Praktisch sollten EU-Bürger, die seit 2021 viel Zeit im Ausland verbracht haben, Nachweise über ihren Aufenthalt im Vereinigten Königreich sammeln – etwa Kontoauszüge, Gemeindesteuerbescheide oder Rechnungen für Versorgungsleistungen – und diese sicher aufbewahren. Wer sich der Fünf-Jahres-Grenze nähert, wird dringend geraten, sofort den vollen Settled Status zu beantragen, bevor eine automatisierte Überprüfung zu Durchsetzungsmaßnahmen führt.
Diese Maßnahme ist rechtlich durch das Rückzugsabkommen von 2020 gedeckt, wurde bisher jedoch nur vereinzelt angewandt. Menschenrechtsorganisationen wie the3million und die Independent Monitoring Authority warnen, dass die oft fehlerhaften Reisedaten zu ungerechten Entscheidungen führen könnten. Sie verweisen auf dokumentierte Fehler, die zuvor dazu führten, dass HMRC fälschlicherweise Kindergeld zurückforderte. Es besteht die Befürchtung, dass Zehntausende von Arbeitnehmern und deren Familienmitglieder über Nacht ihre Arbeits-, Miet- oder NHS-Zugangsrechte verlieren könnten, wenn die Entscheidungen automatisiert getroffen werden.
Für Arbeitgeber wirft die Verschärfung sofortige Fragen zur Einhaltung der Vorschriften auf. Personalabteilungen müssen mit einem Anstieg von Anfragen zum Arbeitsrecht rechnen, wenn Mitarbeiter feststellen, dass ihr digitaler Einwanderungsstatus „ungültig“ ist. Am sichersten ist eine Online-Statusprüfung, statt sich auf veraltete Share-Codes oder frühere Aufenthaltsdokumente zu verlassen. Unternehmen, die EU-Bürger über die Skilled Worker- oder Global Business Mobility-Programme beschäftigen, sollten zudem ihre Unterlagen überprüfen, um sicherzustellen, dass keine Mitarbeiter auf Basis des Pre-Settled Status gewechselt sind.
Praktisch sollten EU-Bürger, die seit 2021 viel Zeit im Ausland verbracht haben, Nachweise über ihren Aufenthalt im Vereinigten Königreich sammeln – etwa Kontoauszüge, Gemeindesteuerbescheide oder Rechnungen für Versorgungsleistungen – und diese sicher aufbewahren. Wer sich der Fünf-Jahres-Grenze nähert, wird dringend geraten, sofort den vollen Settled Status zu beantragen, bevor eine automatisierte Überprüfung zu Durchsetzungsmaßnahmen führt.
Quelle: The Guardian
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