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UK-Visagebühren steigen ab 8. April 2026 in allen Kategorien um 6-7 %

Apr. 9, 2026
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UK-Visagebühren steigen ab 8. April 2026 in allen Kategorien um 6-7 %
Die Kosten für die Einreise, den Aufenthalt oder die Niederlassung im Vereinigten Königreich sind nun deutlich gestiegen. Seit dem 8. April 2026 gilt die neue Gebührenordnung des Innenministeriums, die nahezu alle Gebühren für Einwanderung und Staatsangehörigkeit um 6 bis 7 % erhöht hat. Ein sechsmonatiges Besuchervisum kostet jetzt £135 (statt £127), während ein Standardantrag für eine Skilled Worker-Einreisegenehmigung für bis zu drei Jahre auf £819 gestiegen ist. Die unbefristete Aufenthaltserlaubnis (Indefinite Leave to Remain) hat die Marke von £3.200 überschritten und kostet nun £3.226 pro Antragsteller.

Behörden begründen die Erhöhung mit der Notwendigkeit, die Bearbeitungszeiten stabil zu halten und das Einwanderungssystem „vollständig von denjenigen finanzieren zu lassen, die davon profitieren“. Dies setzt die Politik fort, die bereits bei der Einführung der Immigration Health Surcharge und der Sponsor-Lizenzgebühren verfolgt wurde. Arbeitgeber sehen sich somit mit höheren Gesamtkosten für die Rekrutierung ausländischer Fachkräfte konfrontiert – und das gerade in einem zunehmend angespannten Arbeitsmarkt mit steigenden Gehaltsgrenzen.

Auch Universitäten, die etwa die Hälfte ihrer Studiengebühren von internationalen Studierenden erhalten, müssen bei der Planung ihres Jahrgangs 2026 mit höheren Visakosten rechnen. Für Antragsteller kommen die zusätzlichen Gebühren zu den bereits gestiegenen Lebenshaltungskosten und dem starken Pfund hinzu. Ein internationaler Student aus Indien zahlt nun £558 für das Visum, £776 für die Immigration Health Surcharge und muss außerhalb Londons mindestens £12.006 als Nachweis für den Lebensunterhalt vorlegen.

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Auch Familiennachzüge sind teurer geworden: Die Einbürgerung kostet jetzt £1.709, und selbst das sogenannte „Budget“-Visum für Gesundheits- und Pflegekräfte ist um £20 bis £38 teurer geworden. Eine seltene gute Nachricht ist die Senkung der Gebühr für die Registrierung eines Kindes als britischer Staatsbürger von £1.214 auf £1.000 nach einem langwierigen Rechtsstreit.

Immigrationsberater raten Unternehmen dringend, ihre Mobilitätsbudgets, Kostenschätzungen für Entsendungen und Umzugspolitiken umgehend zu überprüfen. Sponsoren, die nach dem 8. April Zertifikate für die Beschäftigung ausstellen, müssen die neuen Gebühren in den Kostenangaben vor der Entsendung sowie in Rückforderungsvereinbarungen mit den Mitarbeitenden berücksichtigen. Auch die Lohnbuchhaltung sollte mit höheren monatlichen Abzügen rechnen, wenn Mitarbeitende persönliche Visakosten über Gehaltsverzichtmodelle zurückzahlen.

Letztlich bleibt das Vereinigte Königreich ein attraktives Ziel für Talente, doch die steigenden Gebühren verstärken den Eindruck, dass Großbritannien zu einem Premium-Markt wird. Multinationale Unternehmen werden daher die relativen Kosten für die Entsendung von Mitarbeitenden nach Großbritannien im Vergleich zu anderen europäischen Standorten genau prüfen – insbesondere, da in dieser Woche auch die Gebühren für das EU-eigene Ein- und Ausreisesystem in Kraft treten.
Quelle: Business Standard

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