
Kaum einen Tag nachdem die Lufthansa-Crews zur Arbeit zurückgekehrt sind, hat die Vereinigung Cockpit (VC) den Druck innerhalb der Lufthansa Group verschärft und einen 24-stündigen Pilotenstreik bei Eurowings GmbH für Donnerstag, den 16. April, angekündigt. Die Fluggesellschaft warnt, dass alle Flüge, die zwischen 00:01 und 23:59 Uhr von deutschen Flughäfen starten, gefährdet sind, wobei die Schwesterfluggesellschaft Eurowings Europe **nicht** betroffen ist. Eurowings betreibt ein Punkt-zu-Punkt-Modell, das einen Großteil des innerdeutschen und europäischen Firmen-Shuttle-Marktes abdeckt, mit wichtigen Basen in Düsseldorf, Hamburg, Köln-Bonn und Stuttgart. Der Streik droht bis zu 500 Flüge zu streichen oder zu verzögern, was Pendler, Projektingenieure und KMU-Exporteure trifft, die auf Frühflüge für Tagesgeschäfte angewiesen sind. Die VC fordert eine Angleichung der Eurowings-Pilotengehälter an die Tarifstufen der Lufthansa sowie eine Obergrenze für die monatliche Flugzeit. Das Management betont, dass die Margen der Low-Cost-Tochter eine Gehaltsangleichung nicht zulassen. Durch kurzfristige Charterflüge bei Partner-Airlines und Wet-Lease-Kapazitäten soll ein „großer Teil“ der Flüge aufrechterhalten werden, Reisende werden jedoch dringend gebeten, die Eurowings-App zu verfolgen und Bahn-Alternativen in Betracht zu ziehen – insbesondere auf stark frequentierten Strecken wie Düsseldorf–Berlin und Hamburg–München. Für globale Mobilitätsteams sind folgende Aufgaben zentral: • Umbuchung wichtiger Mitarbeiter auf nicht betroffene Eurowings Europe-Flüge oder ICE-Züge. • Aktualisierung von Duty-of-Care-Trackern bei unerwarteten Übernachtungen. • Information über EU-261-Rechte (Entschädigung bis zu 400 € bei Kurzstrecken). • Überprüfung, dass Aufenthaltsgenehmigungsfristen bei Nicht-EU-Mitarbeitern, deren Tagesausflüge sich verlängern, nicht überschritten werden. Die VC deutet an, dass bei einem Scheitern der Verhandlungen weitere kurze „Warnstreiks“ folgen könnten. Personal- und Reisemanagement sollten daher Szenarien für anhaltende Störungen im Frühjahr vorbereiten.
Quelle: Eurowings
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