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Frankreich und Großbritannien unterzeichnen Dreijahresvertrag über 675 Millionen Euro zur Eindämmung der Migrantenüberfahrten im Ärmelkanal

Apr. 25, 2026
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Frankreich und Großbritannien unterzeichnen Dreijahresvertrag über 675 Millionen Euro zur Eindämmung der Migrantenüberfahrten im Ärmelkanal
Der französische Innenminister Laurent Nuñez und die britische Innenministerin Shabana Mahmood trafen sich am 24. April in Zuydcoote, um eine neue dreijährige Vereinbarung zur drastischen Reduzierung irregulärer Bootsabfahrten von der Nordküste Frankreichs zu formalisieren. Großbritannien stellt dafür 580 Millionen Euro im Voraus sowie bis zu 160 Millionen Euro an bedingten Mitteln bereit, die an Reduktionsziele geknüpft sind. Das Abkommen sieht vor, das französische Küstenpolizeipersonal bis 2029 von 900 auf 1.400 zu erhöhen und finanziert Drohnen, Hubschrauberüberflüge sowie Wärmebildkameratürme an wichtigen Startstränden zwischen Calais und Dünkirchen. Zudem verpflichtet sich Frankreich, nahe Loon-Plage ein Rückführungszentrum mit 140 Betten zu eröffnen, um die Rückführung von Personen ohne legalen Aufenthaltsstatus zu beschleunigen. Für Unternehmen mit grenzüberschreitenden Mobilitätsteams signalisiert die Vereinbarung strengere Kontrollen entlang einer stark frequentierten Route von Pendlern, Shuttle-Fahrern und Logistikpersonal. Verstärkte Strandpatrouillen dürften den regulären Güterverkehr kaum beeinträchtigen, doch Straßensperren und Identitätskontrollen könnten an Spitzentagen Just-in-Time-Lieferketten verlängern. Unternehmen sollten daher bei verderblichen oder wertvollen Waren zusätzliche Pufferzeiten einplanen. Politisch baut das Abkommen auf dem Kooperationsrahmen von Sandhurst aus dem Jahr 2018 auf und verschafft London Einfluss: Werden die Kanalüberfahrten nicht reduziert, können die bereitgestellten Mittel zurückgehalten werden. Paris erhält neue Ressourcen, ohne seine nationale Asylgesetzgebung zu ändern, und betont, dass die Verantwortung für die Aufnahme nach Verlassen der französischen Gewässer primär bei Großbritannien liegt.
Quelle: Dawn (AFP wire copy)

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