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Webinar zur Mobilität zwischen Österreich und Brasilien präsentiert vereinfachte Wege zu Studentenvisa und Rot-Weiß-Rot-Karte

Apr. 30, 2026
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Webinar zur Mobilität zwischen Österreich und Brasilien präsentiert vereinfachte Wege zu Studentenvisa und Rot-Weiß-Rot-Karte
Die Österreichische Agentur für Bildung und Internationalisierung (OeAD) und Advantage Austria veranstalteten am 29. April 2026 ein Live-Webinar, das sich an brasilianische Studierende, Forschende und IT-Fachkräfte richtete, die einen Umzug nach Österreich in Erwägung ziehen. Vertreter des Bundesministeriums für Arbeit und der Wiener Einwanderungsbehörde führten die Teilnehmenden durch das in diesem Jahr vereinfachte Verfahren zur Erlangung einer Aufenthaltsbewilligung. Dabei wurde besonders das neue Online-Terminportal sowie die verkürzte Produktionszeit für biometrische Karten hervorgehoben, die von acht auf vier Wochen gesunken ist.

Ein besonderer Fokus lag auf der Rot-Weiß-Rot Karte (RWR-Karte), Österreichs punktebasiertem Arbeits- und Aufenthaltsrecht, das nun für Absolventen technischer Studiengänge österreichischer Universitäten niedrigere Mindestgehaltsgrenzen vorsieht. Die Behörden bestätigten, dass Absolventen direkt von der Studentenaufenthaltsbewilligung auf die RWR-Karte wechseln können, ohne zuvor in ihr Heimatland zurückkehren zu müssen – ein langjähriger Engpass für Nicht-EU-Bürger.

Webinar zur Mobilität zwischen Österreich und Brasilien präsentiert vereinfachte Wege zu Studentenvisa und Rot-Weiß-Rot-Karte


Das Webinar stellte zudem kürzliche Änderungen vor, die es erlauben, während des Studiums bis zu 16 Stunden pro Woche zu arbeiten, was finanzielle Belastungen mindert und frühere Kontakte zu österreichischen Arbeitgebern fördert. Brasilianische Teilnehmende hörten Erfolgsgeschichten des Tech-Start-ups SpeedPlex und des Automobilzulieferers Magna Steyr, die beide brasilianische Ingenieure über die RWR-Karte rekrutiert haben.

Personalverantwortliche rieten zukünftigen Antragstellern, die Anerkennung ihrer Qualifikationen frühzeitig bei ENIC-NARIC Österreich zu beantragen, noch vor der Visumsanmeldung, und empfahlen, mindestens 170 Euro für Gebühren und Übersetzungen einzuplanen. Für Universitäten lautete die Botschaft ebenso klar: Die Rekrutierung sollte über die traditionellen europäischen Märkte hinaus diversifiziert werden. Vertreter der TU Graz und der Universität Wien kündigten Stipendienprogramme an, die 50 % der Studiengebühren für besonders leistungsstarke Bewerber aus Lateinamerika übernehmen.

Die österreichische Botschaft in Brasília stellte zudem eine spezielle konsularische „Studienspur“ während der Hauptantragsmonate Juli bis September in Aussicht, um Terminrückstände zu reduzieren. Da Brasilien im vergangenen Jahr mehr als 2.000 studieninteressierte Studierende nach Österreich entsandt hat – ein Anstieg von 27 % – werden die neuen Maßnahmen voraussichtlich das Wachstum weiter beschleunigen. Unternehmen, die portugiesischsprachige Fachkräfte suchen, insbesondere in der Softwareentwicklung und grüner Technologie, profitieren davon, dass Absolventen nun bis zu einem Jahr mit einem Jobsuchervisum in Österreich bleiben können, bevor sie auf die RWR-Karte wechseln.
Quelle: OeAD – Austrian Agency for Education and Internationalisation

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