
Bei ihrem traditionellen Treffen am Vorabend des 1. Mai an der Grenzstelle Rabuiese/Škofije haben der Interregionale Gewerkschaftsrat von Friaul-Julisch Venetien (FVG) und seine slowenischen Partner eine gemeinsame Erklärung veröffentlicht, in der sie die Entscheidung Roms verurteilen, die vorübergehenden Schengen-Grenzkontrollen beizubehalten. „Die Aussetzung ist rein propagandistisch, unnötig und schadet den 15.000 Grenzpendlern, die täglich die Grenze überqueren“, erklärte Ratspräsident Roberto Treu. Er betonte, dass die Passkontrollen die Pendelzeit um bis zu 40 Minuten verlängern und damit die Produktivität der Fabriken in Gorizia, Triest und Koper beeinträchtigen, die auf reibungslose Arbeitsmobilität angewiesen sind.
Italien hatte die Kontrollen an der slowenischen Grenze im Oktober 2023 nach dem Hamas-Angriff auf Israel mit Verweis auf Terrorgefahren wieder eingeführt. Seither werden die Kontrollen alle sechs Monate routinemäßig verlängert, obwohl Eurostat-Daten keinen Anstieg irregulärer Einreisen auf dieser Route zeigen. Logistikunternehmen beklagen, dass stehende Lkw Kosten von 80 Euro pro Stunde verursachen und das Pilotprojekt Brenner Green Corridor, das den Güterverkehr von der Straße auf die Schiene verlagern soll, untergraben.
Die Gewerkschaften fordern die Einrichtung einer bilateralen Taskforce, die einen „Fast-Track“-Pass für registrierte Grenzpendler entwickelt und die Anerkennung beruflicher Qualifikationen wiederherstellt, die seit Wiederaufnahme der Kontrollen lückenhaft ist. Zudem drängen sie beide Regierungen, die Arbeitsinspektionsprotokolle anzugleichen, damit die Dokumente entsandter Arbeitnehmer elektronisch statt durch stichprobenartige Straßenkontrollen überprüft werden können, die weitere Verzögerungen verursachen.
Für Unternehmensmobilitätsprogramme ist die Botschaft klar: Personaltransfers zwischen italienischen und slowenischen Standorten müssen längere Reisezeiten berücksichtigen, und die Personalabteilungen sollten Mitarbeiter bei der Beschaffung von Nachweisen über Sozialversicherungsschutz (A1-Formulare) unterstützen, um auf verstärkte Kontrollen vorbereitet zu sein. Unternehmen, die Sommerpraktika für slowenische Studierende an italienischen Standorten planen, sollten gegebenenfalls Gruppenfahrten organisieren, um die Unwägbarkeiten an der Grenze abzufedern.
Politisch erhöht die Erklärung den Druck auf Rom vor der Überprüfung der Kontrollen durch das Innenministerium am 30. April. Sollte es nicht zu einer Lockerung der Maßnahmen kommen, könnten sich die Gewerkschaften den regionalen Unternehmen anschließen und bei der Europäischen Kommission Beschwerden wegen Verstößen gegen die Freizügigkeitsprinzipien gemäß den Artikeln 26 und 45 AEUV einreichen.
Italien hatte die Kontrollen an der slowenischen Grenze im Oktober 2023 nach dem Hamas-Angriff auf Israel mit Verweis auf Terrorgefahren wieder eingeführt. Seither werden die Kontrollen alle sechs Monate routinemäßig verlängert, obwohl Eurostat-Daten keinen Anstieg irregulärer Einreisen auf dieser Route zeigen. Logistikunternehmen beklagen, dass stehende Lkw Kosten von 80 Euro pro Stunde verursachen und das Pilotprojekt Brenner Green Corridor, das den Güterverkehr von der Straße auf die Schiene verlagern soll, untergraben.
Die Gewerkschaften fordern die Einrichtung einer bilateralen Taskforce, die einen „Fast-Track“-Pass für registrierte Grenzpendler entwickelt und die Anerkennung beruflicher Qualifikationen wiederherstellt, die seit Wiederaufnahme der Kontrollen lückenhaft ist. Zudem drängen sie beide Regierungen, die Arbeitsinspektionsprotokolle anzugleichen, damit die Dokumente entsandter Arbeitnehmer elektronisch statt durch stichprobenartige Straßenkontrollen überprüft werden können, die weitere Verzögerungen verursachen.
Für Unternehmensmobilitätsprogramme ist die Botschaft klar: Personaltransfers zwischen italienischen und slowenischen Standorten müssen längere Reisezeiten berücksichtigen, und die Personalabteilungen sollten Mitarbeiter bei der Beschaffung von Nachweisen über Sozialversicherungsschutz (A1-Formulare) unterstützen, um auf verstärkte Kontrollen vorbereitet zu sein. Unternehmen, die Sommerpraktika für slowenische Studierende an italienischen Standorten planen, sollten gegebenenfalls Gruppenfahrten organisieren, um die Unwägbarkeiten an der Grenze abzufedern.
Politisch erhöht die Erklärung den Druck auf Rom vor der Überprüfung der Kontrollen durch das Innenministerium am 30. April. Sollte es nicht zu einer Lockerung der Maßnahmen kommen, könnten sich die Gewerkschaften den regionalen Unternehmen anschließen und bei der Europäischen Kommission Beschwerden wegen Verstößen gegen die Freizügigkeitsprinzipien gemäß den Artikeln 26 und 45 AEUV einreichen.
Quelle: ANSA Nuova Europa
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