
Der internationale Flughafen Guarulhos (GRU) in São Paulo ist am 3. Mai nach einer fünf Wochen dauernden Sanierung wieder auf den Betrieb mit zwei Start- und Landebahnen zurückgekehrt. Die Kapazität war während der Arbeiten um etwa ein Drittel reduziert worden. Der Betreiber GRU Airport bestätigte am 4. Mai, dass die Arbeiten planmäßig abgeschlossen wurden: Seit dem 29. März wurde der gesamte Flugverkehr über die Nebenbahn abgewickelt, was die Fluggesellschaften zwang, Flugzeiten anzupassen, Flugzeugtypen zu ändern und teilweise den Betrieb auf die Flughäfen Congonhas und Viracopos zu verlagern. Während der Einbahnphasen sank die Anzahl der Flugbewegungen pro Stunde von 60 auf etwa 40, was insbesondere bei Langstreckenflügen nach Europa, den USA und dem Nahen Osten zu Engpässen führte. Die Airlines berichten für April von durchschnittlichen Verspätungen von 25 Minuten und einem Rückgang der Pünktlichkeitsrate um vier Prozentpunkte. Mit der Wiederinbetriebnahme beider Bahnen kehrt die Slot-Koordination zur Normalität zurück, und die während der Bauarbeiten reduzierten Frequenzen werden wieder aufgenommen. LATAM hat ihre zweite tägliche Verbindung nach Miami wieder eingeführt, Lufthansa verlegt ihren Flug nach Frankfurt zurück auf die frühe Morgenzeit, und Emirates kehrt zu den späten Abendzeiten für die Strecke Dubai–GRU zurück. Für Geschäftsreisende entfällt damit die Notwendigkeit, Umwege über Rio de Janeiro oder Brasília in Kauf zu nehmen, was Zeit und Hotelkosten spart. Mobilitätsteams sollten prüfen, ob Reisende, die während der Sperrung auf alternative Drehkreuze umgebucht wurden, wieder auf GRU zurückverlegt werden können, da die während der Schließung geltenden Interline-Vereinbarungen möglicherweise nicht mehr gültig sind. Auch Frachtspediteure erwarten Entlastung: Die Rückstände im TECA-Frachtterminal von GRU erreichten Mitte April mit 4.500 Tonnen ihren Höchststand und werden nun mit einer Rate von 800 Tonnen pro Tag abgebaut. GRU Airport kündigt weitere, kürzere nächtliche Wartungsschließungen im Juni und Juli an, plant jedoch für 2026 keine weiteren Beeinträchtigungen im Tagesbetrieb.
Quelle: Mercado & Eventos