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„Nein zu 10 Millionen“-Referendum gewinnt an Fahrt: Neue Umfrage zeigt 52 % Zustimmung

Mai 5, 2026
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„Nein zu 10 Millionen“-Referendum gewinnt an Fahrt: Neue Umfrage zeigt 52 % Zustimmung
Eine aktuelle Tamedia-Umfrage vom 4. Mai zeigt, dass 52 Prozent der Schweizer Stimmberechtigten die SVP-Initiative „Nein zur 10-Millionen-Schweiz“ im Referendum am 14. Juni unterstützen wollen. 46 Prozent sind dagegen, 2 Prozent sind unentschlossen. Wird die Volksinitiative angenommen, würde eine strikte Bevölkerungsobergrenze von zehn Millionen Einwohnern in die Bundesverfassung aufgenommen. Der Bundesrat müsste daraufhin Einwanderungsbeschränkungen einführen, die Regeln für Familiennachzug verschärfen und gegebenenfalls das Personenfreizügigkeitsabkommen mit der EU neu verhandeln oder sogar kündigen. Wirtschaft, Gewerkschaften und die meisten anderen Parteien warnen, dass solche Obergrenzen den Unternehmen dringend benötigte Arbeitskräfte entziehen würden – aktuell machen Ausländer etwa ein Drittel der Erwerbstätigen aus – und das gesamte Paket der bilateralen Abkommen gefährden könnten, das Schweizer Firmen den ungehinderten Zugang zum EU-Binnenmarkt sichert. Der Bundesrat bezeichnet die Initiative daher als „wirtschaftlich unverantwortlich“. Dennoch scheint die Botschaft der SVP, Wohnraum, Infrastruktur und Sozialsysteme vor weiterer Überlastung zu schützen, besonders in ländlichen deutsch- und italienischsprachigen Kantonen mit bereits über 53 Prozent Zustimmung anzukommen. Experten führen die gestiegene Bedeutung des Themas auf Sicherheitsbedenken nach dem Iran-Konflikt und steigende Wohnkosten zurück. Für in der Schweiz ansässige multinationale Unternehmen stehen viel auf dem Spiel: Ein Ja könnte bereits ab 2027 Quoten für ausländische Neueinstellungen auslösen und HR-Abteilungen zwingen, Schlüsselpositionen zu priorisieren, während Grenzgänger mit neuen Bewilligungen oder Mengenbeschränkungen rechnen müssten. Mobilitätsmanager werden daher geraten, jetzt kritische Stellen zu identifizieren und alternative Personalpläne für den Fall einer Einstellungsbegrenzung vorzubereiten.
Quelle: The Local Switzerland

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