
Die Schweizerischen Bundesbahnen (SBB/CFF/FFS) bestätigten am 4. Mai, dass sie an den Wochenenden zu Auffahrt und Pfingsten 58 zusätzliche Züge und rund 130.000 zusätzliche Sitzplätze durch den Gotthard-Basistunnel bereitstellen werden. Mit dieser Maßnahme soll der Druck auf die parallel verlaufende Autobahn A2 verringert werden, auf der das ASTRA mit kilometerlangen Staus rechnet. Zudem werden zusätzliche EuroCity-Verbindungen zwischen Locarno und Mailand Porta Garibaldi angeboten, um die grenzüberschreitende Kapazität für Feriengäste und Geschäftsreisende nach Norditalien zu erhöhen. Die SBB weist jedoch darauf hin, dass die hohe Nachfrage dennoch zu Überfüllungen führen kann und empfiehlt daher eine Sitzplatzreservierung. Fahrradreservierungen bleiben auf der Gotthard-Strecke bis mindestens 31. Oktober obligatorisch. Für Unternehmen mit Außendienstmitarbeitern und Projektteams, die regelmäßig zwischen der deutschsprachigen Schweiz und dem Tessin oder der Lombardei pendeln, ist die Bahn während der Ferienzeiten oft die verlässlichste Option. Die Personalabteilungen sollten Tickets frühzeitig sichern und ihre Mitarbeitenden darauf hinweisen, dass Interrail- und GA-Reiseausweise nicht automatisch einen Fahrradstellplatz beinhalten. Die zusätzlichen Züge unterstreichen die Strategie der SBB, Kapazitätserweiterungen im Schienenverkehr temporären Autobahnerweiterungen vorzuziehen, um saisonale Nachfragespitzen zu bewältigen. Langfristig plant der Betreiber, ab Dezember 2027 250-Meter-Giruno-Züge auf der Strecke einzusetzen, was die Kapazität in Spitzenzeiten um weitere 20 Prozent erhöhen wird. Die SBB betonte zudem, dass bis zum Start von ETIAS Ende 2026 die Passkontrollen in den Zügen zwischen der Schweiz und Italien weiterhin stichprobenartig und nicht systematisch erfolgen, Reisende jedoch weiterhin einen gültigen Ausweis mitführen sollten.
Quelle: SWI swissinfo.ch