
Eine Analyse von CEOWORLD vom 3. Mai hebt ein wachsendes Missverständnis bei global mobilen Familien hervor: Das bevorstehende European Travel Information and Authorisation System (ETIAS) werde die Aufenthaltsprogramme Spaniens – und Europas – durch Investitionen ersetzen. Tatsächlich ist ETIAS jedoch lediglich eine elektronische Vorabgenehmigung für Kurzaufenthalte ohne Visum, die ab Ende 2026 für 20 € eingeführt wird; sie berechtigt nicht zum Leben oder Arbeiten in Spanien. Spanien plant, sein traditionelles Golden Visa auf Immobilienbasis noch in diesem Jahr abzuschaffen, doch qualifizierte Investoren können weiterhin über unternehmerische oder Fondswege eine Aufenthaltserlaubnis erhalten. Einwanderungsberater warnen, dass Führungskräfte, die ihre Anträge bis zum Start von ETIAS aufschieben, riskieren, günstige Steuer- und Nachfolgeplanungsfenster zu verpassen – insbesondere, falls Spanien die Kriterien weiter verschärft. Für Mobility-Teams ist diese Unterscheidung entscheidend bei der Planung langfristiger Einsätze oder Remote-First-Modelle. ETIAS reicht für wiederholte kurze Geschäftsreisen innerhalb der 90/180-Tage-Regel aus, doch Mitarbeiter, die eine dauerhafte Präsenz oder Familiennachzug benötigen, brauchen weiterhin nationale Aufenthaltstitel. Unternehmen sollten die Profile ihrer Reisenden prüfen, höhere Anwaltskosten bei steigenden Investitionsschwellen einplanen und das Management über die zeitlichen Unterschiede zwischen ETIAS-Genehmigung (Minuten) und Golden Visa-Erteilung (Monate) informieren. Die Analyse empfiehlt Unternehmen, die spanische Aufenthaltsgenehmigung frühzeitig zu sichern, bevor die ETIAS-Marke falsche Sicherheit bei den Beteiligten erzeugt – eine Einschätzung, die auch private Banking-Teams teilen, die ein wachsendes Interesse an Malta und Griechenland beobachten.
Quelle: CEOWORLD Magazine
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